| 21:50 Uhr

Frohsinn Mimbach
„Frohsinn“ in seiner ganzen Bandbreite

 Das Jugendorchester des Musikvereins Mimbach unter der Leitung von Andreas Schneider beim Weihnachtskonzert in der Bliesgau-Festhalle.
Das Jugendorchester des Musikvereins Mimbach unter der Leitung von Andreas Schneider beim Weihnachtskonzert in der Bliesgau-Festhalle. FOTO: Jörg Martin
Blieskastel. Die Musiker des Mimbacher Musikvereins erhielten für ihr Weihnachtskonzert in der proppenvollen Bliesgau-Festhalle viel Beifall. Von Jörg Martin

„Der ganze Stolz unseres Vereins ist versammelt hier auf der Bühne“, sagte Daniel Peters. Der Dirigent des Musikvereins Frohsinn Mimbach konnte seine Begeisterung beim Weihnachtskonzert in der Bliesgau-Festhalle nicht verbergen, als im ersten Programmteil des Abends alle „Zukunftsmusiker“ auf der Bühne waren. Normalerweise wären es gut 80 Kinder und Jugendliche, an diesem Abend waren es etwa 50. Beim gemeinsamen Auftritt setzten sie sich aus den verschiedenen Bläserklassen der Grundschule Blieskastel Kirchberg/Schlossberg (Leitung: Udo Lovisa), der Geschwister Scholl-Schule Blieskastel (Leitung: Daniel Peters) sowie dem Frohsinns-Durchstarter- und dem Jugendorchester (beide unter der Leitung von Andreas Schneider) zusammen. Mit den beiden Stücken „Dreinotenrock“ und „Play the Blues“ zeigte der Nachwuchs sein Können. Zuvor hatte die Querflötistin Leonie Lichius aus der Hand des Vorsitzenden Horst Kreutz feierlich die Urkunde für ihre Teilnahme für die bestandene D1-Prüfung des Bund Saarländischer Musikvereine erhalten.

„The Magic of Chrismas“ hatte der Frohsinn seine gut besuchte Traditionsveranstaltung überschrieben. Eine Magie, die sich nicht nur an dem sehr guten Besuch des Konzerts, sondern auch an den immer wieder vernehmbaren „Bravo!“-Rufen beim Auftritt des Jugendorchesters bemerkbar machte. Insbesondere beim Mammut-Werk „Bilder einer Ausstellung“ (Modest Mussorgski) oder auch bei „Smoke on the Water“ (Deep Purple) war dies der Fall. Auch die Blockflötengruppe (Leitung: Jasmin Schaeffer) bewies ihr Können. „Wir wollen die Schönheit des Bergs demonstrieren“, meinte Steffen Hamernik“ bei „Mount Everest“ (Rossano Galante), als er zusammen mit Anja Jung den ersten Titel des Großen Orchesters (Leitung: Daniel Peters) ansagte. Die Programmpunkte beim zweiten Teil des Abends wurden durch eine auf Leinwand projizierte Bildschirmpräsentation von Niclas Buchheit noch anschaulicher. Das in England populäre Werk „Jerusalem“ sorgte auch wegen des Solos von Andreas Schneider (Euphonium) für Begeisterung. Mit „Soaring“ (David Shaffer) haben die Mimbacher in einer Spielgemeinschaft mit dem Musikverein Rentrisch am Deutschen Musikfest in Osnabrück teilgenommen und dort die Wertung „Mit hervorragenden Erfolg“ erzielt. An diesem Abend gaben sie das Stück erneut zum Besten. Als das Orchester ein Potpourri von Musical-Hits von Andrew Lloyd Webber spielte, gab es auch hier den ersten „Bravo!-Ruf“. Auch beim zweiten Solo von Andreas Schneider, dieses Mal mit der Posaune, bei „Teddy Trombone“ (Henry Fillmore), wollte der Applaus offenbar nicht enden.

„Jetzt machen wir einen Abstecher in den Wilden Westen“, freute sich Anja Jung, als sie „The Magnificent Seven“ (Elmer Bernstein) ankündigte, was ebenfalls zu Begeisterung führte. „Mit dem richtigen Stück wird es jetzt so richtig weihnachtlich“, meinte die Moderatorin im Anschluss. Sie hatte nicht zuviel versprochen. Danach starteten etliche Zugaben. Unter anderem „Little Drummer Boy“, bei dem es ein Solo von Niclas Buchheit gab, der sich und die Trommel weihnachtlich geschmückt hatte.