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Bis zum Jahr 2020
„Weiterhin Ort der Begegnung mit Gott“

Architekt Peter Wack (links) und Guardian Pater Mateusz an der unter Denkmalschutz stehenden Tür zum Zimmer des ehemaligen Kapuziners Pirminius im Kloster Blieskastel.
Architekt Peter Wack (links) und Guardian Pater Mateusz an der unter Denkmalschutz stehenden Tür zum Zimmer des ehemaligen Kapuziners Pirminius im Kloster Blieskastel. FOTO: Hans Hurth
Blieskastel. Bistum Speyer, Kloster, Architektenbüro und Kreisdenkmalamt informierten über die anstehenden Sanierungen des Klosters Blieskastel bis ins Jahr 2020 für vier Millionen Euro. Auch über Änderungen, etwa zum Innenhof, wurde berichtet. Von Hans Hurth

Bis zum Jahre 2020 wird das Kloster Blieskastel für knapp vier Millionen Euro umfassend renoviert. In einem Pressegespräch informierten Guardian Pater Mateusz, Bernhard Becker vom Amt für Heimat- und Denkmalpflege des Saarpfalz-Kreises, Reneo D’Onghia vom Bistum Speyer und Architekt Peter Wack über die historische und kulturelle Bedeutung des Klosters, die seelsorgerischen Angebote sowie die geplanten Sanierungsmaßnahmen. „Das Kloster Blieskastel zählt zu den bedeutenden Wallfahrtsstätten im Bistum Speyer und ist Ziel vieler Wallfahrer, die seit 2005 von den Franziskaner- Minoriten-Patres – als Nachfolger der seit 1926 wirkenden Kapuziner – betreut werden“, stellte Reneo D’Onghia heraus. „Die Klosteranlage ist in den 1970er Jahren stark überarbeitet worden mit Wegenetz und Parkanlage, die ein Ort der Stille ist“, hielt Bernhard Becker fest. 2012 sei der Kloster-Südflügel umgebaut worden mit der Pilgerrast, hinzu kamen Info-Tafeln, ein Veranstaltungskalender und ein Logo. In den vergangenen Jahren wurden bereits die Kreuzkapelle und die Pilgerrast saniert, jetzt seien das Klostergebäude und der Innenhof an der Reihe.

„Die ersten Planungen dazu liefen in den Jahren 2014/2015. Wir sind froh, dass es nun losgehen kann“, betonte Architekt Peter Wack aus St. Ingbert. „Geplant sind der Einbau einer neuen Treppenanlage, eine Erneuerung der Heizung, der Haustechnik, Sanitäranlagen, Decken und Elektroinstallation sowie die Realisierung von Brandschutzmaßnahmen. Im Obergeschoss des Klosters entstehen sechs Wohn- und Schlafräume und drei Gästezimmer mit Nasszellen. Dafür werden die bisher kleinen Einheiten für ehemals 18 Mönche zurückgebaut, die unter Denkmalschutz stehenden Innentüren jedoch erhalten. Bei ihrem Anblick wird es nostalgisch, enthalten sie doch noch die Namensschilder früherer Kapuziner wie Pirminius, Konrad oder Viktrizius. Die Fenster zur Gartenseite werden ausgetauscht, andere überarbeitet, ebenso der wertvolle Fußboden. Der Zugang wird barrierefrei. Im Innenhof erfährt die Säulenhalle am Dach und an den Sandsteinen eine Sanierung.

Mit einer Änderung müssen sich die Gottesdienstbesucher umstellen. „Der Innenhof vor dem Kloster wird derzeit als Parkplatz genutzt. Er soll aber in Zukunft ein Ort der Inspiration sein und wird daher als Parkplatz nicht mehr zur Verfügung stehen. Lediglich für Behinderte werden Plätze ausgewiesen“, teilte Peter Wack mit. Wie Saarpfalz-Dekan Eric Klein von der Kreuzkapellenstiftung mitteilte, wurde die Kapelle von 1977 bis im vorigen Jahr von der Blieskasteler Pfarrei mitverwaltet. „Die Diözese Speyer hat das nun neu geregelt und die Klosteranlage auf eine eigene Stiftung gestellt. Da zu einem späteren Zeitpunkt noch die Renovierung der Klosterkirche vorgesehen ist und auch die jetzige Baumaßnahme finanzieller Unterstützung bedarf, sind wir auf Spenden angewiesen. Ist alles abgeschlossen, sind die Weichen so gestellt, dass das Kloster Blieskastel auch für künftige Generationen ein Ort der Besinnung, des Gebets und der Begegnung mit Gott sein kann“, so Eric Klein.



Das Kloster Blieskastel wird für knapp vier Millionen Euro umfassend renoviert.
Das Kloster Blieskastel wird für knapp vier Millionen Euro umfassend renoviert. FOTO: Markus Herr/Bistum Speyer