| 19:09 Uhr

Infotafel erinnert an römische Töpferei

Blickweiler. Auch wenn Blickweiler erst im Mittelalter erstmals urkundlich erwähnt wurde, haben hier schon vor knapp 2000 Jahren Menschen gelebt. Das zeigen Funde aus einer römischen Töpferei , die Terra Sigillata produziert. Gezielt und planmäßig wurde nach den Überresten erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts gesucht, nachdem Blickweilerer immer wieder bei Bauarbeiten auf Tonscherben gestoßen sind. So wurden beispielsweise 1903 Mauerreste entdeckt, die Bestandteile eines Ziegelofens waren. "Leider wurde aus Unkenntnis auch vieles weggeworfen oder zerstört", weiß Ottmar Gaa, der sich mit der Geschichte des Dorfes bestens auskennt. Das Fundmaterial der Ausgrabungen in den Jahren 1912 und 1912 bestand aus Töpferschüsseln und Gefäßen wie Tassen, Schälchen, Bechern oder Feldflaschen. Sie sind heute im historischen Museum der Pfalz oder im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken ausgestellt. Einige nicht wertvolle Stücke liegen in einer Vitrine im Eingang der Kulturhalle. nob

Auch wenn Blickweiler erst im Mittelalter erstmals urkundlich erwähnt wurde, haben hier schon vor knapp 2000 Jahren Menschen gelebt. Das zeigen Funde aus einer römischen Töpferei , die Terra Sigillata produziert. Gezielt und planmäßig wurde nach den Überresten erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts gesucht, nachdem Blickweilerer immer wieder bei Bauarbeiten auf Tonscherben gestoßen sind. So wurden beispielsweise 1903 Mauerreste entdeckt, die Bestandteile eines Ziegelofens waren. "Leider wurde aus Unkenntnis auch vieles weggeworfen oder zerstört", weiß Ottmar Gaa, der sich mit der Geschichte des Dorfes bestens auskennt. Das Fundmaterial der Ausgrabungen in den Jahren 1912 und 1912 bestand aus Töpferschüsseln und Gefäßen wie Tassen, Schälchen, Bechern oder Feldflaschen. Sie sind heute im historischen Museum der Pfalz oder im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken ausgestellt. Einige nicht wertvolle Stücke liegen in einer Vitrine im Eingang der Kulturhalle.

Die Fundstellen in Blickweiler befanden sich in der Nähe des Kalkwerkes, hinter dem Wohnhaus von Paul Welsch und im sogenannten Etzelgarten in Richtung Heidenhübel. In der Nähe des früheren Bahnhofs stießen Archäologen auf eine alte Brunnenfassung, die der Sigillatafabrik diente. Am Freizeitweg können sich nun Einheimische und Gäste über die historische Stätte umfassend informieren. Vor einiger Zeit wurde hier eine Tafel errichtet, die auch mit zahlreichen Bildern illustriert ist. Erinnert wird auf der Tafel, die von der stellvertretenden Ortsvorsteherin Isabel Schorr angeregt wurde, auch an das schmucke Schwimmbad, das man 1937 gebaut, aber schon 1950 wieder zurückgebaut hat. Auch die Geschichte des Kalkwerks mit seiner über zweieinhalb Kilometer langen Seilbahn und vieles mehr wird dargestellt.