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Blieskastel
In der Barockstadt gibt es die meisten Ja-Sager

Die Standesbeamten von Blieskastel im Rathaus mit (von links) Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, Stadtoberamtsrat Jens Welsch, Gabi Mehnert, Claudia Müller, Ingrid Beck und Lothar Bubel.
Die Standesbeamten von Blieskastel im Rathaus mit (von links) Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, Stadtoberamtsrat Jens Welsch, Gabi Mehnert, Claudia Müller, Ingrid Beck und Lothar Bubel. FOTO: Uwe Brengel
Blieskastel. Das Standesamt Blieskastel belegt, statistisch gesehen, landesweit den Spitzenplatz bei den Trauungen. ert

Seit dem 1. Juli 2015 besteht der einheitliche Standesamtsbezirk Blieskastel, der die Gemeindegebiete von Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal mit ihren 34 Gemeindebezirken (Blieskastel 15, Gersheim elf und Mandelbachtal acht) in einer Gesamtfläche von rund 223 Quadratkilometern umfasst. Dies entspricht einer Fläche von mehr als der Hälfte des gesamten Kreisgebietes des Saarpfalz-Kreises. Nach den aktuellen Zahlen vom Statistischen Amt Saarland leben hier mit Stichtag 30. Juni 2017 insgesamt 37 959 Menschen.

Neben den zu registrierenden Geburten ist das Heiraten mithin die Angelegenheit, die man auf dem Standesamt am liebsten erledigt. Vergleicht man die Zahl der absoluten Trauungen der fünf Top-Standesämter im Saarland im Jahr 2017, lag der Standesamtsbezirk Blieskastel mit insgesamt 235 Trauungen auf dem ersten Platz, wie Blieskastels Stadtpressesprecher Jens Welsch mitteilt.

Denn dies entspreche einer Quote von 6,19 Fällen pro 1000 Einwohner, was wiederum ein Viertel aller vorgenommenen Eheschließungen dieser Top-Fünf-Standesämter im Saarland bedeutet. Dahinter folge die Landeshauptstadt Saarbrücken mit 930 Trauungen und 180 623 Einwohnerinnen und Einwohner bei einer Quote von 5,15 Fällen pro 1000 Einwohner, was einem Anteil von einem Fünftel entspricht. Der Standesamtsbezirk Merchweiler mit Eppelborn, Illingen und Schiffweiler belege den 3. Platz mit 285 Trauungen bei einer Quote von 4,81 bei 59 247 Einwohnerinnen und Einwohner und einem Anteil von rund 19 Prozent, dicht gefolgt von St. Ingbert mit Kirkel (217 Trauungen bei insgesamt 46 114 Einwohnerinnen und Einwohner) mit einer Quote von 4,71 und ebenfalls einem Anteil von 19 Prozent. Den 5. Platz habe Neunkirchen mit Spiesen-Elversberg (59 843 Einwohnerinnen und Einwohner, 255 Trauungen) und einer Fallquote von 4,26 pro 1000 Einwohner und einem Anteil von 17 Prozent.



„Diese Statistik spricht auch für den hohen Stellenwert des Blieskasteler Standesamtes. Dabei ist es nicht nur das barocke Flair von Blieskastel mit seinem historischen Rathaus oder der Orangerie, dem Kulturpark in Gersheim-Reinheim oder dem Kleinod Gräfinthal in der Gemeinde Mandelbachtal. Es ist auch das kompetente Personal, das sich derzeit aus Standesbeamten und -beamtinnen aus Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal zusammensetzt“, sagt Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, sichtlich erfreut über den Stellenwert, den diese Einrichtung besitzt.

Es seien allerdings nicht nur die Trauungen, die auf einem Standesamt vollzogen werden. „Es gibt einen bunten Strauß an Arbeiten, die das gesamte Jahr über anfallen, die nicht die große Außenwirkung einer Trauung erzielen und damit auch nicht dieselbe Aufmerksamkeit auf sich ziehen.“ So seien allein für das Jahr 2017 rund um das Thema Ehe 468 Eheurkunden bei der Eheschließung, 196 Bescheinigungen über Namensänderungen, 420 nachträglich angeforderte Eheurkunden und 154 nachträglich angeforderte Auszüge aus dem Eheregister angefordert worden, 922 Nacherfassungen in den Familienbücher von zirka 15 000 vollzogen und 751 Folgebeurkundung in den Eheregistern und 217 Folgebeurkundung von Eheauflösungen in den Eheregistern durchgeführt worden, heißt es aus dem Rathaus weiter.

Im Bereich der Sterbefälle wurden neben den 275 Erstbeurkundungen noch 1915 Folgebeurkundungen veranlasst. Zudem waren 197 Kirchenaustritte, neun Namensänderungen bei Kindern und vier Angleichungen nach dem Bundesvertriebenengesetz, 26 Namensänderungen bei Ehegatten und schlussendlich noch neun Fälle, in denen die Vaterschaft oder die Mutterschaft anzuerkennen war, durchzuführen.

„Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben neben der allgemeinen Verwaltungsarbeit damit insgesamt über 6313 Fälle allein im Jahr 2017 bearbeitet“, sagt Bürgermeisterin Faber-Wegener.