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In Breitfurt gibt es viel zu entdecken

Breitfurt. nob

Die Ursprünge von Breifurt liegen auf dem Kirchheimer Hof. Das heutige Dorf im Tal dürfte eine mittelalterliche Aussiedlung des früheren Ortes Kirchheim gewesen sein, der bis zum 16. Jahrhundert hier bestand. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg begann Johann Philipp von Cronsfeld mit dem Wiederaufbau. Danach wechselte der Kirchheimer Hof wie auch der zu Breitfurt gehörende Kahlenberger Hof mehrmals den Besitzer - unter anderem gehörten sie einige Jahre auch dem Zweibrücker Außenminister Hofenfels. Im 19. Jahrhundert baute den Kirchheimer Hof Baron Benoit Auguste Alexandre Jacomin de Malespine zu einer noblen Landresidenz aus. Sein Sohn ließ den Alexandertum errichten und sorgte für eine Gestaltung der Ottilienquelle. Deren Wasser wurde positive Wirkung bei Augenleiden beigemessen. Nicht weit entfernt steht die Breitfurter Eiche. Das zwischen 250 und 400 Jahre alte Naturdenkmal ist rund 20 Meter hoch. Der Umfang des Stammes misst bis zu 5,30 Meter. Im Dorf selbst ist vor allem die im Jahr 1724 erbaute Kirche ein Blickfang. Vorher stand an gleicher Stelle eine Kapelle aus dem 15. Jahrhundert. Sehenswert ist auch die Bliesmühle. Sie wurde 1425 errichtet und ist eine der größten Mühlen in Deutschland links des Rheins. Der Betrieb gehört seit 1991 zur Jochum-Gruppe. Dreh- und Angelpunkt in Breitfurt ist heute die Mehrzweckhalle und das Martin-Bucer-Haus der protestantischen Kirchengemeinde. Dieses wurde vor 25 Jahren gebaut. In dem Gebäude finden neben Gottesdiensten auch das Frauenfrühstück, der Deutschunterricht für Flüchtlinge und der Kochabend für Männer statt. Zudem übt hier die Singgemeinschaft und es gibt einige Angebote für Kinder. Das Martin-Bucer-Haus kann auch für die unterschiedlichsten privaten Veranstaltungen gemietet werden.