| 20:04 Uhr

In Blieskastel kommt ein großes Sanierungsprojekt nun voran
Die Sanierung der Sporthalle kommt voran

 Die Halle befindet sich quasi im Rohbau, es steht nur noch das Skelett.
Die Halle befindet sich quasi im Rohbau, es steht nur noch das Skelett. FOTO: Erich Schwarz
Blieskastel. Das Gebäude im Freizeitzentrum wird wieder in einen brauchbaren Zustand versetzt. Unsere Zeitung hat sich vor Ort umgeschaut. Von Erich Schwarz

„Wir haben immer noch das Ziel, nach den großen Ferien fertig zu sein.“ Das sagt Bernhard Wendel. Der Geschäftsführer der Freizeitzentrum Blieskastel GmbH (FZB) ist optimistisch: Nach den Sommerferien soll die Sanierung der großen Sporthalle des Freizeitzentrums in der Bliesaue abgeschlossen sein, „auch wenn wir leicht im Verzug sind“, wie Wendel erläutert. Vor rund 40 Jahren wurde das Freizeitzentrum, also Sporthalle und Hallenbad erbaut. Und nun sind beide Einrichtungen im wahrsten Wortsinne in die Jahre gekommen, eine Sanierung war und ist mehr als überfällig.

Die Sanierung des Hallenbades wird nach den neuesten Schätzungen eine riesige Summe Geld verschlingen, die Finanzierung ist bisher ungewiss. Also hat man nun zunächst einmal mit dem „kleineren“ Projekt, der Sporthalle, begonnen. Trotz einer Teilsanierung vor 20 Jahren gibt es einen immens hohen Erneuerungsbedarf: „Ziel ist es, die technische Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen, um die aktuellen Anforderungen und Richtlinien zu erfüllen“, unterstreicht Geschäftsführer Wendel. Man begann Anfang 2019 mit der Planung – mit dem ambitionierten Ziel (siehe oben), bis zum Sommer fertig zu werden. Zunächst wurde eine Machbarkeitsstudie angefertigt, welche für die nächsten 20 Jahre angelegt ist.

Und zu Beginn stand sozusagen ein Grundsatzbeschluss: Es war die Festlegung, dass die Halle nur noch als reine Sporthalle mit weniger als 200 Besuchern genutzt wird. Hintergrund dieser Entscheidung war, dass nur noch bei drei Veranstaltungen im Jahr die Tribüne genutzt wurde und sich somit mehr als 200 Personen in der Halle aufhielten. Also verzichtete man auf die Tribünen, nutzt die Immobilie als reine Sporthalle, wodurch erhebliche Kosten bei der Beheizung, Lüftung und dem Brandschutz vermieden werden. Einsparungen dadurch insgesamt: zirka 400 000 Euro.



Die komplette Sanierung wird etwa 3,2 Millionen Euro kosten. Aber durch die Maßnahmen ergibt sich eine Energieeinsparung von etwa 16 Prozent und somit 33 300 Kilogramm CO2 pro Jahr. Im Zuge der Sanierung stellte sich dann heraus, dass auch das Dach über dem Anbau (Dusch- und Umkleideräume der Sporthalle sowie auch Umkleideräume von Schwimmbad und Sauna) undicht sind. Denn im Laufe der Jahre waren neue Dachbahnen zusätzlich zur ursprünglichen Isolierungsschicht aufgebracht worden. Zwischen diesen Lagen steht Regenwasser, das an verschiedenen Stellen eintritt.

Durch den Wassereintritt ist die gesamte Isolierung feucht geworden und damit wirkungslos. Dies betrifft übrigens auch die Lichtkuppeln der Sporthalle. Deshalb entschied der Aufsichtsrat vor einigen Tagen, auch das Flachdach zu sanieren (Kosten siehe Info-Kasten). Diese Kosten müssen zur Sanierungssumme noch hinzugerechnet werden. Zudem wird hier eine Fotovoltaik-Anlage installiert, sodass durch Einspeisevergütung und Einsparung des Eigenverbrauchs die Finanzierungskosten der Dachsanierung und der Fotovoltaik-Anlage zum größten Teil gedeckt werden.

Im Umfeld der Sporthalle gibt es Grund- und weiterführende Schulen (Geschwister-Scholl-Gemeinschaftsschule und Von der Leyen-Gymnasium). Insgesamt wird die Sporthalle von rund 1600 Schülerinnen und Schülern genutzt. Insbesondere der Saarpfalz-Kreis,  Schulträger von Gemeinschaftsschule und Gymnasium als interkommunale Institution, ist einer der intensiven Nutznießer. Wegen dieser Nutzung hat das Projekt, so die FZB, „eine besondere regionale Bedeutung“. Durch die Dreiteilung der Halle ist eine gleichzeitige Mehrfachnutzung möglich. Neben dem Schulbetrieb wird die Halle auch von vielen städtischen Vereinen als Trainingsstätte genutzt.

  Geschäftsführer Bernhard Wendel erläutert die Sanierungspläne der Sporthalle.
 Geschäftsführer Bernhard Wendel erläutert die Sanierungspläne der Sporthalle. FOTO: Erich Schwarz