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Blieskastel
Hertzler will den Bürgermeister-Posten

Guido Freidinger, SPD-Fraktionschef im Stadtrat (links), und SPD-Stadtverbandsvorsitzender Achim Jesel (rechts) präsentieren den neuen Bürgermeisterkandidaten der Sozialdemokarten, Bernd Hertzler.
Guido Freidinger, SPD-Fraktionschef im Stadtrat (links), und SPD-Stadtverbandsvorsitzender Achim Jesel (rechts) präsentieren den neuen Bürgermeisterkandidaten der Sozialdemokarten, Bernd Hertzler. FOTO: Erich Schwarz
Blieskastel. Lange wurde gerätselt, wen die Blieskasteler SPD als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl nominiert. Nun ist klar, es wird Bernd Hertzler. Von Erich Schwarz

Nun hat auch die SPD in Blieskastel die Katze aus dem Sack gelassen, sprich den Bürgermeisterkandidaten der Genossen präsentiert. Bernd Hertzler wird für die Blieskasteler Sozialdemokraten ins Rennen gehen. Die SPD hatte es lange spannend gemacht, sich mit der Nominierung viel Zeit gelassen. Und dadurch die Gerüchteküche auf höchster Stufe am Köcheln gehalten. Noch am vergangenen Wochenende waren noch andere Namen genannt worden, meist mit den Zusätzen „aus sicherer Quelle“ oder „zu 99,9 Prozent sicher“. Aber ein Name war nie genannt worden, nämlich der wirkliche Kandidat Bernd Hertzler.

Der 56-jährige Maschinenbautechniker ist seit 2004 in der SPD, seit 2009 ist er für die Genossen im Kreistag. „Mit ihm haben wir einen kompetenten und bürgernahen Bürgermeisterkandidaten, der zudem als Blieskasteler Bürger eng mit seiner Stadt verbunden ist“, unterstrich Stadtverbandsvorsitzender Achim Jesel, der den Kandidaten zusammen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Guido Freidinger, präsentierte. Es hatte 100 Prozent Zustimmung auf der Nominierungskonferenz für Hertzler gegeben, ein breites Parteivotum also. Bernd Hertzler ist beruflich Abteilungsleiter bei den Stadtwerken Bliestal und dadurch täglich in allen Stadtteilen unterwegs: „Die Sorgen, Nöte und Wünsche der Menschen stehen deshalb für mich im Vordergrund“, unterstrich der frisch gekürte Kandidat. Die Stadtverwaltung müsse den besorgten Bürger ernst nehmen und sich an seinen Bedürfnissen orientieren. Bürgermeister und Verwaltung müssten zukünftig wieder im Dienste der Bürger stehen und nicht umgekehrt:

„Der Wechsel an der Rathausspitze in Blieskastel ist überfällig, wir brauchen ein neues, unverbrauchtes Verhältnis der Verwaltungsspitze zum Personal und zu den Bürgern, damit sich in Blieskastel wieder etwas nach vorne bewegt“, stellte Guido Freidinger heraus. Schwerpunkte seiner Arbeit in der Verwaltung, so Hertzler in seinem Statement, seien eine „unbürokratische“ Vorgehensweise, gute Erreichbarkeit, kompetente Beratung und praktische Hilfestellung durch die Verwaltung. Dienstleistungen sollen rasch und bürgerfreundlich erbracht werden.In Zeiten knapper Ressourcen müsse die Verwaltung effizient organisiert und auch in Teilen umstrukturiert werden. Er sehe seine vordringlichste Aufgabe darin, „den Menschen in Bezug auf Kinderbetreuung, Schule, Sport und Freizeitgestaltung und nicht zuletzt auch Digitalisierung eine zeitgemäße Infrastruktur bereitzustellen“. Entscheidungen sollten transparent und nachvollziehbar sein, er wolle „mit dem Bürger offen und ehrlich auf Augenhöhe“ kommunizieren.



Ein weiterer Schwerpunkt zukünftiger Arbeit sieht Hertzler beim Gebäudemanagement, welches gebündelt und eventuell auch in interkommunaler Zusammenarbeit betrieben werden soll. „Durch integrierte, zielorientierte Planung, effektive Steuerung von Abläufen und zeitnaher Überwachung von Einzelschritten und Ergebnissen will ich zukünftig Abweichung vom Zeitplan und Kostenrahmen vermeiden“, versprach der Kandidat. Investiert werden sollen in soziale, kulturelle und umweltbezogene Projekte sollen neue und wichtige Impulse für das gesamte Stadtgebiet gesetzt werden. Zudem will Hertzler die Zusammenarbeit zwischen Handwerk, Handel, Industrie und Gewerbe mit der Politik und der Verwaltung intensivieren.

Er begrüßte auch ausdrücklich den Saarlandpakt, der langfristig die Entschuldung der Gemeinden erreichen soll: „Insbesondere durch die von der SPD eingebrachte Investitionskomponente werden Städte und Gemeinden in die Lage versetzt, wieder ihre Infrastruktur wie Kitas, Schulen und Straßen aufzuwerten“, unterstrich Hertzler. Ausdrücklich begrüßte der Kandidat darüber hinaus auch die schrittweise vereinbarte Senkung der Kita-Beiträge: „Familien mit Kindern sind unsere Zukunft und damit das Fundament unserer Gesellschaft“, unterstrich Hertzler.