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Genüsse aus der Heimatregion

 Spaßmacher Popol ritt beim ersten Citta-Slow-Markt vor drei Jahren auf seiner übergroßen Schnecke, dem Symbol der Vereinigung lebenswerter Städte und Symbol der Langsamkeit, über den Markt in Blieskastel. Foto: Fredi Brabänder
Spaßmacher Popol ritt beim ersten Citta-Slow-Markt vor drei Jahren auf seiner übergroßen Schnecke, dem Symbol der Vereinigung lebenswerter Städte und Symbol der Langsamkeit, über den Markt in Blieskastel. Foto: Fredi Brabänder FOTO: Fredi Brabänder
Blieskastel. Seit einigen Jahren gehört Blieskastel bereits zur Gemeinschaft der lebenswerten Städte „Citta-Slow“. Eine Verpflichtung dabei ist die Durchführung von Märkten mit regionalen Angeboten. Ein solcher Markt findet am kommenden Sonntag statt. Joachim Schickert

Der 4. Citta-Slow-Markt findet am kommenden Sonntag, 25. September, in der Innenstadt von Blieskastel von 11 bis 18 Uhr statt. Als Citta-Slow-Stadt ist Blieskastel seit dem Jahr 2012 Mitglied in der deutschen Vereinigung lebenswerter Städte. Ziel dieser Städte ist es, in einer zunehmend globalisierten Welt die regionalen Besonderheiten und Stärken zum Wohl der Bürger und Gäste zu nutzen. Eine der Voraussetzungen zur Aufnahme in diese Vereinigung war auch die Durchführung von Märkten mit regionaltypischen Angeboten. Hier hatte Blieskastel schon immer viel zu bieten, denn neben Wochenmärkten gibt es seit vielen Jahren unter anderem Blumenmärkte und über das Jahr verteilt Mondscheinmärkte. Beim Markt am kommenden Sonntag sind die Besucher wieder zu einer Entdeckungsreise regionaler Produkte eingeladen, es gibt viel zu Genießen.

Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt, sei für das leibliche Wohl mit kulinarischen Leckerbissen auf dem Paradeplatz, der Von-der-Leyen-Straße und der Alten Marktstraße an verschiedenen Ständen bestens gesorgt. Hier könnten die Besucher zum Beispiel frisch geräucherte Forellen, Saumagenwürsten, Suppen oder vegane Speisen genießen. An einigen Ständen könnten handgefertigter Schmuck-, selbstgenähte Wohn- und Lifestyle-Accessoires, Dekorationen aus Holz, Figuren und Objekte aus Keramik für Haus und Garten und vieles mehr erworben werden. Viel zu entdecken, mitzumachen und zu probieren gebe es am Citta-Slow-Markt auch: So zum Beispiel wieder die "Biosphäre zum Anfassen für Jung und Alt" - ein Mitmachprojekt zum Entdecken und Be-Greifen des Biosphärenreservates Bliesgau.

Zusätzlich werde die Stadt Blieskastel in Zusammenarbeit mit der Jugendpflege eine "Essbare-Stadt-Rallye" für Kinder und Kinderschminken am Paradeplatz sowie Kindertheater von 15 bis 16 Uhr in der Bliesgau-Festhalle anbieten. Darüber hinaus würden in der gesamten Altstadt originelle, selbst gefertigte Ruhezonen eingerichtet, von denen aus die Besucher das bunte Markttreiben bewundern können. "Ein Hauch von Nostalgie wird durch die Klänge einer originalen Jahrmarktorgel verbreitet. Dieses klangkräftige Instrument wurde vor rund hundert Jahren in der Citta-Slow-Partnerstadt Waldkirch im Breisgau hergestellt", heißt es aus dem Rathaus. Auch heute noch werde dieses traditionelle Handwerk gepflegt und die Spezialisten von "Paul Fleck & Söhne-Orgelbau" geben hier einen Einblick in dieses seltene Gewerk Drehorgelbau. Parallel zum Citta-Slow-Markt gibt es einen verkaufsoffenen Sonntag: Die Blieskasteler Gewerbetreibenden haben ihre Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet.



Weitere Informationen zum Markt bei der Stadt Blieskastel , Tel. (0 68 42) 926-13 03.

Zum Thema:

Hintergrund "Die Stadt Blieskastel ist gewillt, ihrer Vergangenheit eine Zukunft zu geben", lautete einer der Kernsätze, mit denen sich Blieskastel um die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft der lebenswerten Städte "Citta-Slow" beworben hat. Am 27. April 2012 erhielt Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener von ihrem Kollegen Richard Leibinger aus Waldkirch im Rathaussaal die Urkunde über die Aufnahme Blieskastels in die Vereinigung. Blieskastel ist die erste saarländische Stadt, die sich erfolgreich um die Mitgliedschaft beworben hat. Die Verleihung der Urkunde sei ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, wie die Verwaltungschefin betonte. Sie solle Ansporn sein, die Stadt weiter zu entwickeln. ert