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Wehr im Einsatz
Gas-Auto brannte in Lautzkirchen lichterloh

 Das Gas-Auto stand bei Ankunft der Feuerwehr in Lautzkirchen bereits voll in Flammen.
Das Gas-Auto stand bei Ankunft der Feuerwehr in Lautzkirchen bereits voll in Flammen. FOTO: Marco Nehlig/Feuerwehr Blieskastel
Lautzkirchen. Der Löschbezirk Blieskastel-Mitte wurde am Dienstagnachmittag gegen 16.20 Uhr zu einem brennenden Auto auf die Zufahrtsstraße zur Waldwohnanlage „Bellem“ nach Lautzkirchen alarmi. ert

Der Löschbezirk Blieskastel-Mitte wurde am Dienstagnachmittag gegen 16.20 Uhr zu einem brennenden Auto auf die Zufahrtsstraße zur Waldwohnanlage „Bellem“ nach Lautzkirchen alarmiert. Die Meldung der anrückenden Löschmannschaften wurde nochmals durch die Leitstelle ergänzt, da es sich bei dem Auto um einen Hybrid-Pkw auf der Zufahrtsstraße zur Kurklinik handelte, der offenbar in Folge eines technischen Defekts in Vollbrand stand. Schon Höhe des Lautzkircher Bahnübergangs konnte die schwarze Rauchsäule von den Feuerwehrleuten gesichtet werden. Umgehend wurden durch den Löschbezirk Blieskastel-Mitte beide Löschfahrzeuge mit den großen Wassertanks zur Brandstelle entsandt. Wie Wehrsprecher Marco Nehlig weiter mitteilt, stand an der Zufahrtsstraße „Am Eichberg“ das Auto in Vollbrand. Eine erste Lageerkundung des Einsatzleiters der Feuerwehr ergab, dass es sich bei dem Antrieb um ein Flüssiggas-Benzin-Fahrzeug handelt. „Glücklicherweise konnte sich der Fahrer des Gas-Autos rechtzeitig in Sicherheit bringen. Noch während der Angriffstrupp, unter Atemschutz und mit Schutzausrüstung ausgestattet, die Wasserversorgung aufbaute, gab es einen lauten Knall und das Gas-Sicherheitsventil des Brandfahrzeuges öffnete. Durch dieses Sicherheitsventil an den Gastanks wird der Überdruck durch die Beflammung und Wärmestrahlung bei einem Pkw-Brand abgelassen, damit die Tanks nicht bersten und das Fahrzeug nicht explodiert. Dies führt aber zu einer großen und weithin sichtbaren Stichflamme“, teilt Nehlig weiter mit. Umgehend wurde durch die Blieskasteler Einsatzkräfte ein umfangreicher Löschangriff mit zwei Trupps unter schwerem Atemschutz aufgebaut. Dank der 3000 Liter Wasser, die das Löschgruppenfahrzeug an Bord hat, sei es direkt möglich gewesen, einen schlagkräftigen Löschangriff aufzubauen. „Die Unterstützung durch das zweite Tanklöschfahrzeug mit zusätzlichen 2500 Liter Löschwasser kam sofort und wurde auch dringend gebraucht. Denn im Umkreis von 300 Meter um die Brandstelle gibt es keinen Hydranten zur Löschwasserversorgung der Löschkreiselpumpen der Feuerwehrfahrzeuge“, so der Wehrsprecher. Parallel zum Aufbau des ersten Löschangriffs wurde das Fahrzeug gegen Wegrollen gesichert und die Einsatzstelle zusätzlich abgesichert.

Zur Brandbekämpfung verwendeten die beiden Angriffstrupps aus dem Löschbezirk Blieskastel-Mitte ein C-Rohr, das maximal 300 Liter pro Minute lieferte. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich sehr schwierig. Immer wieder flammte das Fahrzeug im Bereich des Gastanks und unter dem Fahrzeug auf. „Normalerweise benötigen wir zu einem Pkw-Brand rund 2500 Liter Wasser, hier mussten über 13 000 Liter Löschwasser eingesetzt werden, da die Gastanks komplett heruntergekühlt werden mussten“, bilanzierte Stadtwehrführer Michael Nehlig. Mit dem Tanklöschfahrzeug wurde ein Pendelbetrieb eingerichtet, um weiteres Löschwasser an die Einsatzstelle zu liefern. Die Polizei Homburg habe die Ermittlungen aufgenommen. Mittels einer Wärmebildkamera wurde das Fahrzeug zum Schluss nach Glutnestern kontrolliert. Für die 14 Blieskasteler Feuerwehrleute, die mit den beiden Löschfahrzeugen, dem Gerätewagen und dem Einsatzleitwagen ausgerückt waren, war der Einsatz nach fast zwei Stunden beendet. Während dem Löscheinsatz war die Zufahrt zur Kurklinik und zur Waldwohnanlage „Bellem“ voll gesperrt. An der Einsatzstelle befanden sich auch ein Krankenwagen als Eigenschutz für die Einsatzkräfte sowie ein Polizeikommando aus Homburg, so Blieskastels Wehrsprecher abschließend.