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Frühere Schule unter Denkmalschutz

Mimbach. Das 1928 erbaute Mimbacher Schulhaus hatte eine wechselvolle Geschichte. Derzeit wird das seit kurzem denkmalgeschützte Gebäude unter anderem für Flüchtlinge genutzt, die hier Deutsch lernen. nob

Die alte Schule in Mimbach steht nun unter Denkmalschutz . Das berichtet Ortsvorsteher Gerd Weinland in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Das Gebäude , das im vergangenen Herbst in die Schlagzeilen geriet, als die Stadtverwaltung den dort ansässigen Vereinen aus heiterem Himmel den Mietvertrag kündigte, wird derzeit für den Deutschunterricht für die Flüchtlinge genutzt. Außerdem findet in dem Haus jeden Sonntag ein Begegnungs-Nachmittag bei Kaffee und Kuchen statt. "Dann wird auch gerne gemeinsam Tischfußball oder Tischtennis gespielt", erzählt Annette Blumenauer, die sich gemeinsam mit einigen anderen ehrenamtlichen Helfern rührend um die neuen Mitbürger kümmert. Nur durch gegenseitiges Kennenlernen könne die Integration der Menschen gelingen, meint sie. Hierfür würden aber die Räume in dem ehemaligen Schulgebäude dringend benötigt.

Das Schulhaus stammt aus dem Jahr 1928. Nach dem Krieg erfolgte ein Anbau, in dessen Keller ein Volksbad integriert wurde. Die Wohnung im Ober- und Dachgeschoss wurde bis Ende der 80er Jahre von Lehrern genutzt. In den 90er Jahren wurde noch einmal das Dach mit entsprechender Wärmedämmung erneuert. 2005 folgte dann das Aus für den Schulbetrieb. Seitdem wurde die alte Schule von Vereinen genutzt, die sich nun eine neue Bleibe suchen mussten. Der schmucke Hof diente bisher während der Kerb als Platz für die Schausteller und im Adventfand hier zuletzt der Weihnachtsmarkt statt.Wie es künftig weitergeht, das kann Weinland derzeit nicht abschätzen.

Er hebt vor allem das große bürgerschaftliche Engagement in Mimbach hervor, ohne das vieles nicht umsetzbar wäre. Als Beispiel nennt er unter anderem den Ärger um den von der Stadt nicht mehr aufgebauten Weihnachtsbaum. Diese Aufgabe wird nun von einer Stammtischrunde übernommen, die auch für die Aufstellung des Zunftbaumes verantwortlich zeichnet. Hierfür hat sie auf dem Gelände der Firma Nehlig ein Fundament geschaffen.