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Blieskastel
„Freude am Spielen“ fördert bei Senioren das Miteinander

Der Spielkreis für Junggebliebene „Freude am Spielen“ trifft sich jeden Donnerstag in der Pilgerrast in Blieskastel – nicht nur zum geselligen Spielen, sondern auch zum Erzählen.
Der Spielkreis für Junggebliebene „Freude am Spielen“ trifft sich jeden Donnerstag in der Pilgerrast in Blieskastel – nicht nur zum geselligen Spielen, sondern auch zum Erzählen. FOTO: Michael Meyer
Blieskastel. Der Spielkreis für Junggebliebene in der Pilgerrast in Blieskastel hat sich längst zu einer liebgewordenen Einrichtung entwickelt. red

Der Spielkreis für Junggebliebene „Freude am Spielen“ war im vergangenen Jahr von der gemeinnützigen Stiftung Lebenswerte GmbH ins Leben gerufen worden. Jeden Donnerstag in der Zeit von 15 Uhr bis 18 Uhr trifft man sich zum Spielenachmittag in der Pilgerrast. Michael Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Lebenswerte, hat dieses Projekt initiiert. Die Stiftung verfolgt gemeinnützige Zwecke und engagiert sich insbesondere in der Jugend- und Altenhilfe. Sie möchte vor allem zu einem sozialen und verständnisvolleren Für- und Miteinander beitragen. Meyer: „Viele Menschen sind alleinstehend, und mit zunehmendem Alter wird es auch immer schwieriger, soziale Kontakte zu erhalten oder neue aufzubauen. Die Freude am gemeinsamen Spielen wirkt diesen Tendenzen entgegen. Mittlerweile haben sich etwas 20 Spielerinnen und Spieler etabliert, die sich immer auf ,ihren’ Donnerstag in der Pilgerrast freuen. Einige können es kaum erwarten, bis es endlich losgeht. Es geht aber nicht nur ums Spielen, sondern um ein achtsames und tolerantes Miteinander.“

Bei Kaffee und Kuchen wird erst einmal ein bisschen erzählt, bevor es losgeht mit Rommé, Canasta oder Rummikub und anderen Spielen. Es wird auch immer mal ein neues Spiel ausprobiert. Die Pilgerrast ist sehr gut mit dem „Blieskasteler Dolmusch“ erreichbar. Auch Interessierte, die nicht mobil sind, können sich melden. Es werden Mitfahrgelegenheiten organisiert, wie Meyer mitteilt. Die Freude am Spielen soll aber auch durch darüber hinausgehende Unternehmungen das gemeinsame „Miteinander und Füreinander“ stärken und soziales Engagement fördern.

Zum einjährigen Bestehen wurde deshalb ein Sommerausflug nach Trier organisiert. Man traf sich um 9 Uhr am Freizeitzentrum in Blieskastel, um mit dem Bus in Richtung Trier aufzubrechen. Die Strecke verlief an der Saar entlang, mit allerhand Wissenswertem über das Saarland bis zum ersten Stopp in Konz. Im Freilichtmuseum Roscheider Hof gab es dann zuerst einmal ein zünftiges Frühstück, bevor die Führung begann und die Mitgereisten die ländliche Kulturgeschichte des nordwestlichen Rheinland-Pfalz sowie des deutsch-luxemburgisch-lothringischen Dreiländerecks kennenlernten. Von ganz besonderem Interesse war das Freigelände mit dem Hunsrückdorf, mit Häusern und Lebensgewohnheiten vorwiegend aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Hier wurden bei vielen Kindheitserinnerungen geweckt oder Geschichten ihrer Eltern und Großeltern bildhaft lebendig. Anschließend ging es dann weiter nach Trier zu einer Schiffsrundfahrt auf der Mosel. Danach wurde ein kleiner Abstecher in die Altstadt gemacht. Auf der Heimfahrt gab es dann einen geselligen Abschluss in der Bescheider Mühle im romantischen Tal der kleinen Dhron bei Bescheid im Hunsrück.



Weitere Infos bei Michael Meyer,
Tel. (0178) 2  94  48  71.