| 18:03 Uhr

Bliesgau
Raus aus dem Büro und anpacken

 Die Helferinnen und Helfer nach dem Arbeitseinsatz bei Walsheim. Mit von der Partie war auch Staatssekretär Roland Krämer (Zweiter von rechts).
Die Helferinnen und Helfer nach dem Arbeitseinsatz bei Walsheim. Mit von der Partie war auch Staatssekretär Roland Krämer (Zweiter von rechts). FOTO: Anita Naumann
Blieskastel/Gersheim. Jugendliche im Freiwilligen Ökologischen Jahr haben bei Walsheim verbuschtem Speierlingsbestand „Luft verschafft“. red

Innerhalb des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) bietet sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit zur tatkräftigen Mithilfe und Umsetzung eigener Projekte im Bereich Natur- und Artenschutz. Beim Biosphärenzweckverband Bliesgau entschieden sich die FÖJlerinnen Johanna Holz und Lena Noß, zusammen mit der Freiwilligenkoordinatorin Anita Naumann, dieses Jahr für einen Aktionstag in der Biosphäre. Die insgesamt 18 Helfer trafen sich jetzt, um zwischen Walsheim und Bliesdalheim auf einer Fläche des Saarforst Landesbetriebs Speierlinge freizuschneiden.

Insgesamt soll den Speierlingen, welche letztes Jahr teilweise das erste Mal seit ihrer Pflanzung Früchte getragen haben, und ihrer Nutzung längerfristig eine besondere Bedeutung in der Biosphäre Bliesgau zukommen. 1993 war der Speierling „Baum des Jahres“. Allerdings hielt der „Ruhm“ nicht lange und so haben sich auch bei Walsheim im Laufe der Zeit durch Sukzession viele Weißdornbüsche angesiedelt, die den Zugang zu einigen Speierlingen verhinderten. Mit Mulchgeräten wurden die Pflanzenreihen vom Forst halbwegs offengehalten, eine Befahrung der Fläche ist aber durch die Hanglage nicht überall möglich. Durch den Einsatz der Freiwilligen wurde der Pflegezustand der Bäume verbessert und so einem schwächeren Fruchtansatz entgegengewirkt. Genau deshalb war es sinnvoll, dass die Helfer jetzt vor Ort waren und tatkräftig mit anpackten. Auch der Staatssekretär des saarländischen Umweltministeriums, Roland Krämer, ließ es sich nicht nehmen, bei dieser Aktion dabei zu sein: „Die Energie und Begeisterung, mit der die jungen Leute im Naturschutz aktiv sind, ist immer wieder ansteckend. Das FÖJ ist ein wichtiger Baustein unserer Umweltbildung. Mein Dank gilt auch dem Biosphärenzweckverband und den Einsatzstellen, denn sie machen den Erfolg des FÖJ erst möglich“.

Der Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes, Theophil Gallo, betont die Bedeutung des wärmeliebenden Speierlings für die Vielfalt in den heimischen Laubbaumbeständen. Er hofft, „dass seine Früchte zur Kreation ganz neuer Marmeladen und Säfte anregen und diese dann das Angebot regionaler Erzeugnisse im Bliesgau bereichern“. Vor Ort waren außerdem 15 FÖJler, der SaarForst-Revierleiter des Biosphärenreviers Matthias Beidek, der pädagogische Leiter des FÖJs Günther von Bünau und Anita Naumann vom Biosphärenzweckverband Bliesgau im Einsatz, wie der Zweckverband in einer Presseerklärung abschließend mitteilt.