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Blieskastel
Feuerwehr musste zu drei Einsätzen in 16 Stunden

Der Angriffstrupp löscht das Feuer unter Atemschutz mit einem Hohlstrahlrohr ab.
Der Angriffstrupp löscht das Feuer unter Atemschutz mit einem Hohlstrahlrohr ab. FOTO: Marco Nehlig/Feuerwehr Stadt Blieskastel
Blieskastel. Blieskasteler Wehr musste zwei Menschen mit Drehleiter und Schleifkorb bergen. red

Die Blieskasteler Feuerwehr war innerhalb von 16 Stunden mit drei Löschbezirken gefordert. Begonnen hat die Einsatzserie am Mittwoch um 16.14 Uhr für den Löschbezirk Breitfurt und die Drehleiter aus dem Löschbezirk Blieskastel. In einem Wohnhaus in der Bliesdalheimer Straße in Breitfurt wurde eine Person in ihrem Haus im Obergeschoss rettungsdienstlich erstversorgt. Sie musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Da die Treppe des alten Hauses zu steil und zu schmal für die Trage des Rettungswagens war, wurde die Person über die 30-Meter-Drehleiter der Blieskasteler Feuerwehr patientenschonend gerettet. Nach 45 Minuten war der Einsatz für die Feuerwehrmänner beendet. Der Löschbezirk Breitfurt war mit dem Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug mit neun Einsatzkräften vor Ort. Die Kameraden aus Blieskastel unterstützten mit der Drehleiter und dem Einsatzleitwagen. Während des Feuerwehreinsatzes war die Bliesdalheimer Straße voll gesperrt.

Wie Wehrsprecher Marco Nehlig weiter mitteilt, wurde am Mittwoch um 16.46 Uhr der Löschbezirk Blieskastel-Mitte zu einer unklaren Rauchentwicklung Höhe des Bahnübergangs in Lautzkirchen gerufen. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass ein nicht genehmigtes Verbrennen von Heckenabfällen Ursache der starken Rauchausbreitung war. Teilweise, je nach Windrichtung, war auch die Pirminiusstraße verraucht, was zu Sichtbehinderungen im Straßenverkehr geführt hatte. Die Feuerwehrleute des Löschbezirkes Blieskastel-Mitte begannen umgehend mit dem Aufbau des Löschangriffs. Unter schwerem Atemschutz begann der Angriffstrupp das Feuer zu löschen und die Glut auseinander zu ziehen. Problematisch zeigte sich auch, dass aus dem Schadensfeuer, das Ausmaße von zwei mal zwei Meter hatte, immer wieder Kastanien explodierten und brennend wegflogen. Während der Löscharbeiten war die Pirminius­straße in Lautzkirchen halbseitig gesperrt. Der Fahrzeugverkehr um die Einsatzstelle wurde durch die Polizei geführt. Die zwölf Einsatzkräfte mit den drei Feuerwehrfahrzeugen aus Blieskastel-Mitte waren nach 50 Minuten wieder eingerückt.

Am Donnerstagmorgen alarmierte die Integrierte Leitstelle die Löschbezirke Niederwürzbach und Blieskastel-Mitte zur Unterstützung des Rettungsdienstes in die Marxstraße nach Niederwürzbach. Kurz nach 8 Uhr benötigte der vor Ort befindliche Rettungsdienst Tragehilfe der Feuerwehr, da auch hier die Treppe in dem Wohnhaus zu schmal für die Trage des Rettungswagens war. Da die Blieskasteler 30-Meter-Drehleiter nicht eingesetzt werden konnte, kam in diesem Fall zur Patientenrettung ein Schleifkorb der Feuerwehr zum Einsatz. Gemeinsam trugen die Niederwürzbacher und Blieskasteler Feuerwehrleute den Patienten schonend und erschütterungsfrei über den rückwärtigen Gartenbereich zum Rettungswagen. Die Feuerwehr Blieskastel, die mit den beiden Löschbezirken und drei Fahrzeugen sowie 14 Feuerwehrleuten eingesetzt wurde, war nach 55 Minuten wieder eingerückt, so Nehlig abschließend.