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Elf Jahre Haft nach tödlicher Attacke in Homburg

Saarbrücken/Homburg. Das Landgericht Saarbrücken hat am Montag einen 27 Jahre alten Homburger wegen Totschlags und Raubes zu insgesamt elf Jahren Haft verurteilt. Wolfgang Ihl

Das Landgericht Saarbrücken hat am Montag einen 27 Jahre alten Homburger wegen Totschlags und Raubes zu insgesamt elf Jahren Haft verurteilt.

Nach Feststellung der Richter hat der mehrfach vorbestrafte Angeklagte im August 2015 im Beisein von Zeugen einen Bekannten überfallen und ausgeraubt. Das Ganze passierte im Treppenhaus eines Mehrparteienhauses in Homburg, in dem beide wohnten. Im gleichen Haus soll er Ende September 2015 einen Bekannten in dessen Wohnung zusammengeschlagen, getreten und mit einem Küchenmesser tödlich verletzt haben. Hier stützen die Strafrichter ihr Urteil auf Blutspuren an der Kleidung des Angeklagten und weitere Indizien.

Bei beiden Taten stand der 27-Jährige, der ursprünglich aus Kasachstan stammt und unter schlimmen Bedingungen in einem Kinderheim in Sibirien aufgewachsen ist, wohl unter dem Einfluss von Alkohol. An den Raub erinnerte sich der Mann nach eigener Aussage nicht mehr. Aber das Opfer habe ihm Geld geschuldet und das Ganze passe zu seinem Verhaltensmuster in solchen Situationen, so der 27-Jährige. Die tödliche Bluttat an seinem Nachbarn bestritt der Angeklagte . Der 61-Jährige Mann sei für ihn ein "väterlicher Freund" gewesen. "Dieser Mensch hat mir viel bedeutet. Ich hätte nie die Hand gegen ihn gehoben."