| 19:48 Uhr

Eine tiefe Spiritualität

 Cantus Novus, hier bei einem Konzert in Hornbach, fungieren als „Vorsänger“. Foto: pmz/Lehmann
Cantus Novus, hier bei einem Konzert in Hornbach, fungieren als „Vorsänger“. Foto: pmz/Lehmann FOTO: pmz/Lehmann
Altheim. Die Pfarrei St. Pirminius lädt zur Taizé-Andacht in Altheim am Palmsonntag ein – nicht nur ein Beitrag zur Spiritualität, so Kantor Oliver Duymel, sondern auch für den Zusammenhalt der Menschen. red

An Palmsonntag findet in der Pfarrei St. Pirminius, genauer in der Altheimer Kirche ab 18 Uhr eine Taizé-Andacht statt. Gestaltet wird sie von Cantus Novus. "Taizé besitzt eine besondere Spiritualität ", berichtet Kantor Oliver Duymel. "Es ist Teil unseres Ansatzes, welchen wir in unserer Pfarrei verfolgen, auch Gottesdienste anzubieten, die für so manchen die ersten Gottesdiensterfahrungen seit langem sind, eine spirituelle Alternative zu den traditionellen Sonntagsmessen oder eine Ergänzung zur Feier der Eucharistie darstellen."

Auch den Sängerinnen und Sängern von Cantus Novus gefällt diese Art des Betens sehr. Durch die für Taizé typischen Taizéliedern, welche immer wieder wiederholt werden, begleitet von Instrumentalstimmen, wird auf diese Weise singend gebetet. "Ein wenig stolz sind wir, inzwischen über zwei Kirchenchöre in unserer Pfarrei zu verfügen, welche eine echte spirituelle Beziehung zu den Liedern aufgebaut haben. Somit können wir in der Andacht auch alle Lieder in einem wunderbaren vierstimmigen Klang singen", berichtet Duymwel. Den Gottesdienstbesuchern falle es dadurch leicht, sich an den Gesang "dranzuhängen" und eine klangliche und spirituelle Gemeinschaft mit allen zu bilden.

"Und, worauf ich nicht minder stolz bin: Wir haben Taizé mittlerweile so aufstellen können, dass auch die liturgische Vorbereitung von Laien aus den Reihen unserer Chöre übernommen wird." In Zeiten, in denen die Anzahl der Priester weiter abnimmt und es Pfarrer gebe, welche sich mit solchen auch ökumenisch verbindenden Gottesdiensten schwer tun, sei es wichtig, den Menschen zu vermitteln, dass es viele Möglichkeiten gibt, gemeinsam Gottesdienst zu feiern, so Duymel. "Und das ohne in einer Messe zu sitzen. So erhält man auch ein Stück weit Autonomie gegenüber dem Klerus." Ein weiterer positiver Nebeneffekt: da es sich bei den beteiligten Chören um den Kirchenchor Riedelberg und Cantus Novus handelt, könnten die Menschen der Pfarrei von Pinningen bis Bottenbach den Blick "auch mal schweifen lassen und sich für einen Gottesdienst über die Dörfer machen, wie es so schön heißt", sagt der Kantor. Somit leisteten diese Gottesdienste der besonderen Art zudem einen wichtigen Beitrag, die Menschen in der großen Pfarrei mit ihren acht Kirchen zusammenzuführen.