| 22:16 Uhr

Eine Partnerschaft mit Torrox wollen alle

 Die Windschnorr in Limbach gehört zu den vom Durchgangsverkehr stark belasteten Straßen in Kirkel. Foto: simmet press
Die Windschnorr in Limbach gehört zu den vom Durchgangsverkehr stark belasteten Straßen in Kirkel. Foto: simmet press
Kirkel. Sie wollen viel wissen von ihren Bürgermeister-Kandidaten, die Kirkeler Bürger. Hier eine Auswahl an Fragen, die während der Podiumsdiskussion nicht zur Sprache kamen Von Merkur-Mitarbeiter Ralph Schäfer

Kirkel. Sie wollen viel wissen von ihren Bürgermeister-Kandidaten, die Kirkeler Bürger. Hier eine Auswahl an Fragen, die während der Podiumsdiskussion nicht zur Sprache kamen. Was man tun kann gegen den Lärm am Windschnorr-Kreisel im Besonderen und gegen den Verkehrslärm und die Abgas-Belastungen auf der Windschnorr im Allgemeinen? Für Hochlenert gibt's nur eine Möglichkeit: "Mit der neuen Autobahn-Anschlussstelle in der Mastau vor Einöd würde die Windschnorr nach neusten Zählungen stark entlastet. Geschwindigkeitskontrollen sind auch sinnvoll. Nachmittags so gegen 15, 16 Uhr ist der Verkehrslärm dort so extrem, dass man sich auf dem Bürgersteig nicht mehr unterhalten kann." John hält es für wichtig, die Daten-Grundlagen zu erneuern: "Die vorliegenden Zählungen sind doch veraltet. Wir müssen wissen, mit wie viel Verkehr wir dort rechnen müssen." Passive Lärmschutzmaßnahmen, wie entsprechende Fenster, die Anwohner einbauen könnten, sollten bezahlt werden. "Langfristig kann eine Entlastung nur durch die neue Autobahn-Anschlussstelle in der Mastau kommen", meint auch John. Leibrock plädiert für ein Tempolimit auf 30 km/h. "Das wird schwierig, weil es eine Landesstraße ist." Er empfiehlt auch einen Rückbau der Windschnorr, "weil die Straße viel zu autobahnmäßig ist".Und wie stehen die Kandidaten zu einer möglichen Partnerschaft mit dem spanischen Ort Torrox? Bürgermeister Hochlenert ist klar dafür, wird das Thema in die kommende Gemeinderatssitzung am 4. Dezember bringen. "Ich plädiere für eine Dreier-Partnerschaft zusammen mit Mauléon, dann gibt es EU-Fördermittel." Der Gemeinderat in Torrox habe sich bereits für eine Partnerschaft mit Kirkel ausgesprochen. "Einer solchen Partnerschaft stehe ich sehr aufgeschlossen gegenüber und würde sie, wenn ich gewählt werde, auch vorantreiben. Ich bin auch Mitglied im Partnerschaftsverein Kirkel-Mauléon und sehe Partnerschaften generell positiv", meint John. Auch Leibrock kann sich eine Dreier-Partnerschaft mit Torrox und Mauléon gut vorstellen. "Partnerschaften sind als Symbole der Freundschaft sehr sinnvoll. Sie müssen aber mit Leben erfüllt werden, das geht nur, wenn Leute da sind, die sich drum kümmern." Der Partnerschaftsverein sollte auch auf "Mauléon-Torrox" ausgeweitet werden.Wo die notwendigen Kontrollen der Falschparker in der Turmstraße in Altstadt bleiben, wollte ein Leser wissen. "Der Kreis wird das übernehmen, es kann sich nur noch um einige Tage handeln. Es hat Verzögerungen gegeben bei der Lieferung der notwendigen Geräte durch eine Firma", sagte Hochlenert. Die Ortsteile hätten Prioritätenlisten eingereicht, "das steht natürlich auch die Turmstraße drauf." John sprach sich dafür aus, an neuralgischen Punkten in Sachen Parken, nicht nur in der Turmstraße in Altstadt, auch an Abenden und Wochenenden zu kontrollieren. Die Verzögerung der Kontrollen durch den Kreis liege daran, bestätigte auch der SPD-Kandidat, dass sich die Geräte-Lieferung durch die Firma verzögert habe.Leibrock sprach von einem generellen Problem des ruhenden Verkehrs in vielen Bereichen Kirkels. "Dazu gehört auch die Turmstraße in Altstadt. Die Zusammenarbeit der Gemeinde mit dem Kreis in Sachen Hipo ist ein Lösungsansatz. Ich würde mir wünschen, dass Bußgelder gegen Falschparker ausgesprochen werden, sonst ändert sich nichts."