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Wolfersheim
Ein Stück Afrika mitten im Bliesgau

Die Vorsitzende des Vereins Meleke Balu, Anna Kuhn (3. von rechts), mit ihrem Team. Links Ortsvorsteher Matthias Seel.
Die Vorsitzende des Vereins Meleke Balu, Anna Kuhn (3. von rechts), mit ihrem Team. Links Ortsvorsteher Matthias Seel. FOTO: Hans Hurth
Wolfersheim. In Wolfersheim wurde in der bereits sechsten Auflage das afrikanische Fest des Vereins Meleke Balu gefeiert. Von Hans Hurth

Zum sechsten Male fand rund um das Dorfgemeinschaftshaus Wolfersheim das afrikanische Fest des Vereins Meleke Balu großen Zuspruch. Der gemeinnützige Verein unterstützt Kinder und Jugendliche in Burkina Faso, Organisatorin ist die Vorsitzende Anna Kuhn, die aus Burkina Faso stammt. „Das Fest wird von den Einheimischen und Gästen stets sehr gut angenommen, die Bürger unterstützen den Verein mit vielen Sach- und Kuchenspenden“, freute sich Ortsvorsteher Matthias Seel.

Beim afrikanischen Fest gab es Leckeres vom Grill zur Stärkung und ein buntes Programm mit Musikerin Gaby Klees sowie der Vorführung eines afrikanischen Märchens in Form eines Theaterstücks durch Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Rastbachtal Saarbrücken. Kunsthandwerk aus dem fernen Kontinent weckte das Interesse der Besucher, die bei einer Tombola Preise mit nach Hause nehmen durften. Anna Kuhn führt mit dem Verein Meleke Balu immer wieder Spendenaktionen durch. „Im letzten Jahr bat ich, alte Näh- und Schreibmaschinen zu spenden. Mit diesen Maschinen werden in Burkina Faso für Jugendliche und für junge Frauen Kurse angeboten“, erzählt Anna Kuhn. „Nach Abschluss des Kurses erhalten alle Teilnehmer eine Näh- oder Schreibmaschine geschenkt, damit sie ihren Lebensunterhalt mit kleinen Auftragsarbeiten bestreiten und auch ihre Kinder ernähren können.“

Bei der letzten Aktion brachten Bürger aus dem Bliesgau insgesamt 42 Näh- und Schreibmaschinen zu Anna Kuhn. „Die Wolfersheimerin kaufte für deren Transport nach Afrika eigens einen alten Kleinbus, den sie voll bepackt mit Utensilien von Belgien aus nach Afrika verschifft hatte“, sagte uns Mathias Seel. „Den Bus musste Anna Kuhn dann noch über 1000 Kilometer quer durch Afrika nach Burkina Faso steuern, eine wirklich beeindruckende Geste der Hilfsbereitschaft“, findet nicht nur der Ortsvorsteher.



Vor Ort unterstützt Kuhn die Arbeit des Vereins und entwickelt neue Projekte. „Es ist unser Ziel, mit dem Verein zusammen in Burkina Faso ein Grundstück zu erwerben, um darauf ein Haus der Begegnung für Kinder zu bauen, in dem diese sich nach der Schule treffen und betreut werden“, nennt Anna Kuhn ihr größtes Vorhaben. Der Erlös der sechsten Auflage dieses Festes und die Spenden sind da gut angelegt.