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Bierbach an der Blies
Ein Leben im Dienste der Kirche

Für Pater Ludger Holtmann gab es in Bierbach an der Blies von Vorstand Hubert Feuerstein (vorne) ebenso ein Geschenk wie für Heiner Steis (hintere Reihe, 3. von links) für 50 Jahre aktives Singen.
Für Pater Ludger Holtmann gab es in Bierbach an der Blies von Vorstand Hubert Feuerstein (vorne) ebenso ein Geschenk wie für Heiner Steis (hintere Reihe, 3. von links) für 50 Jahre aktives Singen. FOTO: Hans Hurth
Bierbach an der Blies. In Bierbach feierte Pater Ludger Holtmann sein Jubiläum der goldenen Priesterweihe. Von Hans Hurth

Das seltene Fest der goldenen Priesterweihe feierte in der Bierbacher Pfarrkirche Herz-Jesu Pater Ludger Holtmann. Er ist seit 2011 Dirigent des katholischen Kirchenchores St. Cäcilia Bierbach. „1968, das Jahr meiner Weihe, war bekanntlich ein Jahr vieler politischer Ereignisse. Trotzdem habe ich mich für den Priesterberuf entschieden, es war ein richtiger Schritt“, stellte Pater Holtmann heraus. „Es macht Freude, mit dem Bierbacher Kirchenchor zu arbeiten. Leider werden die Stimmen nicht jünger und der Nachwuchs bleibt aus. Doch im Dienste der Musica Sacra wollen wir durchhalten“, betonte Pater Holtmann, der feststellte, dass auch die Gottesdienstbesucher meist zur älteren Generation gehören. „Die Menschen glauben zwar, aber sie sind nicht religiös. Gott ist nicht mehr im täglichen Alltag, etwa beim Morgen- oder Tischgebet“, bedauerte der Geistliche, der vom Chor mit dem Auferstehungslied „Halleluja, lasst uns singen“ beglückwünscht wurde.

Eine Ehrung des Vorsitzenden Hubert Feuerstein gab es nicht nur für den Dirigenten, sondern auch für Heiner Steis, der als Bass seit exakt 50 Jahren den Chor verstärkt. Im Gespräch mit unserer Zeitung freute sich Hubert Feuerstein, dass in Bierbach kulturell die Uhren anders gehen. Denn bei den „Kerbchern“ sorgen der Männerchor, der Junge Chor, der evangelische und nicht zuletzt der katholische Kirchenchor während des Jahres für Gesang.Der Kirchenchor St. Cäcilia wird im kommenden Jahr 100 Jahre alt, hat daher eine wechselvolle Geschichte, in der Vereinsführung zeigt er seit Jahrzehnten jedoch Kontinuität. Hubert Feuerstein steht seit bereits 1978 an der Vereinsspitze, zwei Jahre zuvor übernahm Erwin Lück das Dirigat von Heinrich Ehrmanntraut, der den Chor 31 Jahre lang leitete. Lück tat dies 28 Jahre, Marliese Maurer-Hurth folgte ihm für sechs Jahre und nun ist Pater Holtmann umsichtiger Leiter. „Im Kirchenchor zu singen macht viel Freude“, sagt Kilian Kleinpeter, der 1982 mehr zufällig in den Chor reinschnupperte und seitdem mit Begeisterung ebenso dabei ist wie Marcel Strauß als langjähriger, glänzender Solist.

Heiner Steis und Hubert Feuerstein erinnern sich an das 60-jährige Vereinsjubiläum 1979 mit einer für Bierbach bis dato unübertroffenen Gesangsdarbietung. Das „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“ sangen auf den Stufen des Altars 150 Sänger, alle aus Bierbacher Vereinen.