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Feuerwehr Webenheim
Ein großer Tag für die Webenheimer Wehr

 Vor dem neuen Fahrzeug sind zu sehen: (von links) Gerätewart Karl-Theo Nagel, Löschbezirksführer Holger Nicolaus, Stadtwehrführer Michael Nehlig, Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, Fachbereichsleiter Marco Nehlig, der stellvertretende Löschbezirksführer Klaus Weingart und  Christian Schunk.
Vor dem neuen Fahrzeug sind zu sehen: (von links) Gerätewart Karl-Theo Nagel, Löschbezirksführer Holger Nicolaus, Stadtwehrführer Michael Nehlig, Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, Fachbereichsleiter Marco Nehlig, der stellvertretende Löschbezirksführer Klaus Weingart und Christian Schunk. FOTO: Wolfgang Degott
Webenheim. Mit einer Feierstunde wurde die Indienststellung des neuen Löschgruppenfahrzeuges LF 10 vorgenommen. Von Wolfgang Degott

Nach 34 Jahren Katastrophenschutzfahrzeug LF 16 TS wurde jetzt im Blieskasteler Löschbezirk Webenheim ein Löschgruppenfahrzeug 10, kurz LF 10, in die Obhut der 32 Wehrangehörigen unter Leitung von Löschbezirksführer Holger Nicolaus übergeben.

Bei der Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus ging Nicolaus im Beisein von Stadtwehrführer Michael Nehlig und Kreisbrandmeister Steffen Rastetter auch auf die Historie der Beschaffung ein. 2015 war der Verkauf eines Baugrundstückes in Lautzkirchen als buchhalterische Gegenfinanzierung notwendig, um die notwendigen Mittel im städtischen Haushalt zu veranschlagen. Erstmals bediente sich die Stadtverwaltung einer europaweiten Ausschreibung, die einen Tag vor Heiligabend 2016 endete. Den Zuschlag erhielten die österreichischen Fahrzeugwerke Empl in Kaltenbach im Zillertal. Nachdem im März dort die erste Aufbaubesprechung stattgefunden hatte, erfolgte die Rohbauabnahme schließlich im November.

Die Endabnahme mit Prüfen, Messen, Ausrüstung verladen und Wiegen war der letzte Schritt vor der Überführung am 9. Februar. Mit läutenden Kirchenglocken, Kanonenschüssen und heulenden Sirenen begrüßten die rund 1200 Webenheimer ihr neues Fahrzeug, das nur wenige Tage später bei einem Pkw-Brand im Wattweiler Tal erstmals zum Einsatz gerufen wurde. „Mit diesem Fahrzeug ist die Feuerwehr wieder auf den neuesten Stand der Technik“, so Nicolaus, der die Wehr seit zwölf Jahren führt. „Wir haben sozusagen den Zweier-Golf mit dem Golf 8 getauscht“, womit er die Meilensteine der dazwischen liegenden Technik demonstrierte.



Gleichzeitig nahm er auch die Gelegenheit wahr, zum besseren Schutz der Einsatzkräfte, aber auch zum schnelleren Auffinden und Retten von vermissten Personen die Stationierung einer Wärmebildkamera zu reklamieren, wie das bereits in den Nachbarstädten Homburg und St. Ingbert der Fall sei, die jede ihrer Einsatzeinheiten damit ausgerüstet hätten. Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener nahm den Ball auf und sicherte zu, dass baldmöglichst ein Konzept erstellt werden soll, wie – nachdem eine solche Kamera bereits vorhanden ist – auch die restlichen 13 der 14 städtischen Löschbezirke der Stadt mit einem solchen Gerät ausgestattet werden können.

Sie bezeichnete die Sicherheit der ehrenamtlich Tätigen in der Feuerwehr als ein hohes zu schützendes Gut. Ansonsten sprach das Stadtoberhaupt von einem „besonders erfreulichen Termin“ ein rund 305 000 Euro teures Löschfahrzeug in Dienst zu stellen. Sie lobte das Engagement der Webenheimer Wehr, die schon viele Einsätze gemeinsam mit dem Nachbarlöschbezirk Blieskastel-Mitte durchführe, und damit verdeutliche, dass „der Weg über die Bliesbrücke doch nicht so weit“ sei. Sie habe damit auch die Zeichen der Zeit eines demografischen Wandels erkannt, um die intrakommunale Zusammenarbeit zu vertiefen.

Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner hob die Investition in die Sicherheit der Bürger heraus. Die Feuerwehr habe heutzutage ein hohes Gefahrenpotenzial, weit mehr als nur Brände, seien zu bewältigen. Dies sei nur mit moderner Technik zu bewältigen. Die Stationierung eines neuen modernen Löschgruppenfahrzeugs, das am Tag der Feier von Barbara Schwarz und Estrid Nicolaus geschmückt worden war, zu dessen Finanzierung der Kreis aus der Feuerschutzsteuer rund 40 Prozent beisteuere, so der erste Kreisfeuerwehrmann, bedeute aber auch einen Motivationsschub für den künftigen ehrenamtlichen Dienst.