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Neuer Job der Ex-Bürgermeisterin von Blieskastel
DRK: Faber-Wegener war für Stelle am geeignetsten

 Die Ex-Bürgermeisterin von Blieskastel, Annelie Faber-Wegener.
Die Ex-Bürgermeisterin von Blieskastel, Annelie Faber-Wegener. FOTO: BeckerBredel
Blieskastel. DRK weist Kritik an Personalie zurück: Stelle sei ausgeschrieben worden. „Unmut ist scheinbar nur bei Ihnen angekommen.“ Von Michèle Hartmann

Vor rund zwei Monaten hat die ehemalige Bürgermeisterin von Blieskastel, Annelie Faber-Wegener (CDU), nach verlorener Wahl ein neues Betätigungsfeld gefunden. Kurz nach Ende ihrer Amtszeit im Rathaus am Paradeplatz ist sie zum DRK-Kreisverband St. Ingbert gewechselt (wir berichteten). Dort ist sie nun Leiterin des DRK-Betreuungsvereins, und nicht eine „normale Sachbearbeiterin“, wie Ende September der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes St. Ingbert, Günter Becker (CDU), gegenüber unserer Zeitung erklärt hatte.

DRK-Kreisgeschäftsführer Roland Engel (CDU) hat uns zwischenzeitlich Antworten auf Fragen zu der Personalie übermittelt. Dabei ging es unter anderem um die Ausschreibung, um die Qualifikation und um das Betätigungsfeld von Faber-Wegener.

Roland Engel antwortet wie folgt: Die Stelle sei – nach dem Wechsel des bisherigen Stelleninhabers in den Landesdienst – öffentlich in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben worden, „wie wir dies für alle Stellen tun, obwohl wir dazu nicht verpflichtet sind.“



Bei den Vorstellungsgesprächen mit einzelnen Bewerbern, so Engel, habe sich Annelie Faber-Wegener als für die Stelle am geeignetsten erwiesen.

Neben der Prüfung der formellen Einstellungsvoraussetzung eines Fachhochschulabschlusses sei bei allen Bewerbern eine Gesamtwürdigung ihrer Persönlichkeit und der vorhandenen und nutzbaren Fachkenntnisse für die Tätigkeit im DRK-Betreuungsverein erfolgt. Der DRK-Betreuungsverein sei ein nicht selbständiger Bereich des DRK-Kreisverbandes St. Ingbert e.V.

Die Tätigkeit als Leiter des seit über 20 Jahren anerkannten Betreuungsvereins umfasse insbesondere die sogenannten Querschnittsaufgaben: Gewinnung von ehrenamtlichen Betreuern, Einführung, Fortbildung und Beratung der ehrenamtlichen Betreuer und Bevollmächtigten, Information über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen, Ermöglichung des Erfahrungsaustausches, Zusammenarbeit mit der Betreuungsbehörde und den Betreuungsgerichten, Mitarbeit in der AG der Betreuungsvereine.

Alle Mitarbeiter seien nach dem DRK-Tarifvertrag eingruppiert. Zu Einzelheiten des Arbeitsvertrages dürfe er aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Angaben machen, erklärt DRK-Kreisgeschäftsführer Engel weiter.

Nach Informationen unserer Zeitung soll es im DRK-Landesverband Unmut über die Personalie gegeben haben. Dem widerspricht Engel: „Der Unmut aus dem DRK-Landesverband ist scheinbar nur bei Ihnen angekommen. Hier sollten Sie uns gerne Ihre Quelle nennen. Der DRK-Landesgeschäftsführer hat auf Nachfrage Ihre Mutmaßungen mir gegenüber nicht bestätigt.“

Annelie Faber-Wegener (60) wollte sich aktuell auf Anfrage unserer Zeitung nicht konkret zu dem Thema äußern.

 Der DRK-Kreisgeschäftsführer Roland Engel.
Der DRK-Kreisgeschäftsführer Roland Engel. FOTO: Hans Hurth