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Die Biosphäre gemeinsam voranbringen

 Der Biosphärenverein hatte im vergangenen Jahr unter anderem eine Plakataktion gestartet, bei der Bilder mit unterschiedlichen Motiven rund um Blieskastel zu sehen waren. Foto: Biosphärenverein
Der Biosphärenverein hatte im vergangenen Jahr unter anderem eine Plakataktion gestartet, bei der Bilder mit unterschiedlichen Motiven rund um Blieskastel zu sehen waren. Foto: Biosphärenverein FOTO: Biosphärenverein
Blieskastel. Der Veranstaltungskalender für das Biosphärenreservat Bliesgau bietet in diesem Jahr erstmalig einen Stammtisch für alle Bürger an. Beim ersten Zusammentreffen geht es um das Rahmenkonzept. Joachim Schickert

Der Biosphärenverein Bliesgau und die Natur- und Landschaftsführer laden in diesem Jahr erstmals auch Bürgerinnen und Bürger zum regelmäßig am ersten Montag im Monat stattfindenden Biosphärenstammtisch ein (wir berichteten). Der Stammtisch dient als Informations- und Gesprächsforum zu aktuellen Themen rund um die Biosphäre Bliesgau. Nach einem kurzen Impulsvortrag findet ein moderierter Meinungsaustausch statt. Wie der Verein weiter mitteilt, verstehe sich das Angebot als Teil des Veranstaltungskalenders für das Biosphärenreservat Bliesgau. "Neben sachlicher Information und Diskussion soll dabei aber auch das gesellige Beisammensein ausreichend Berücksichtigung finden. Das aktuelle Thema wird jeweils online bekannt gegeben. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen ist eine Rückmeldung zur Teilnahme wünschenswert", teilt Johannes Ruck, Geschäftsführer des Biosphärenvereins, weiter mit.

Die Auftaktveranstaltung findet am kommenden Montag, 1. Februar, um 19 Uhr im Hubertushof Born in Niederwürzbach statt. Thema ist "Das Rahmenkonzept - das Wichtigste in Kürze". Referent ist Walter Kemkes, Geschäftsführer des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau. Über 600 Unesco-Biosphärenreservate gibt es weltweit, 15 davon in Deutschland. Jedes dieser Gebiete hat in seinem Antrag zur Aufnahme in das weltweite Netzwerk beschrieben, welchen wichtigen Beitrag es als "Modellregion für nachhaltige Entwicklung" im Weltnetz der Biosphärenreservate leisten kann. Das Biosphärenreservat Bliesgau hatte diesen Antrag 2008 in Paris eingereicht und wurde schließlich im Mai 2009 von der Unesco anerkannt. Zur weiteren Konkretisierung der Ziele des Biosphärenreservates und als Planungsgrundlage wurde ein Rahmenkonzept erstellt.

"Hier wird beschrieben, wie wir die Entwicklung unserer Modellregion gestalten möchten. Auf welche Schwerpunkte soll sich das Biosphärenreservat in den kommenden Jahren vor dem Hintergrund der Unesco-Kriterien und des Anerkennungsantrages konzentrieren? Welche Projekte sind geeignet, um diese Ziele zu erreichen? Wie setzen wir diese Projekte um? Auf all diese Fragen möchten wir mit der Region Antworten finden", so der Biosphärenzweckverband. Ziele für die Zukunft seien unter anderem, mehr heimische Produkte zu vermarkten, den Tourismus voranzubringen sowie den Klimaschutz zu stärken.