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Mimbach
Christuskirche erstrahlt in neuem Glanz

In neuem Glanz präsentiert sich nach der Innenrenovierung die protestantische Christuskirche MImbach, „Dom des Bliestals“ genannt.
In neuem Glanz präsentiert sich nach der Innenrenovierung die protestantische Christuskirche MImbach, „Dom des Bliestals“ genannt. FOTO: Hans Hurth
Mimbach. Nach den Renovierungsarbeiten wurde das Gotteshaus jetzt feierlich wieder eingeweiht. Die Schmuckstücke des eindrucksvollen „Doms des Bliestals“ sind der Altar und die Kanzel, die sich in festlicher Optik präsentieren. Von Hans Hurth

Neun Monate war die protestantische Christuskirche Mimbach geschlossen, nach einem feierlichen Gottesdienst und der Wiedereinweihung durch Dekan Peter Butz ist die Kirche seit Sonntag wieder in Dienst gestellt. Nach der großen Restaurierung der historischen Walcker-Orgel war der Innenraum an der Reihe. „Untersuchungen des Denkmalamtes ergaben einen in verschiedenen Weißtönen gehaltenen, ursprünglichen Innenanstrich, der die Christuskirche wieder sehr licht, in bescheidenem Schmuck erlebbar macht“, stellte Pfarrerin Ines Weiland-Weiser zufrieden fest.

Die eigentlichen Schmuckstücke, dies ist deutlich zu sehen, sind Altar und Kanzel – sie erstrahlen nach der Auffrischung der Holzfarbe, der Vergoldung sowie der Ergänzung der Holzvertäfelung in festlichem Glanz. „Neue Behänge (Paramente) an Kanzel und Altar aus den Händen einheimischer Künstlerinnen setzen liturgische Farbtupfer. In dem lichtweißen Raum wirkt die bescheiden- bunte Walcker-Orgel wie ein kleiner Edelstein“, bemerkte Ines Weiland- Weiser. Die Orgel wurde im Jahre 1860 von der bekannten Firma Walcker aus Ludwigsburg erbaut, dies als erstes Walcker-Instrument im Saarland.

Restauriert wurden auch die vorhandenen Leuchter und Wandlampen, sie erstrahlen mit neuen energiesparenden Glühlampen. Eine zusätzliche indirekte Deckenbeleuchtung erlaube durch Dimmen die Gestaltung verschiedener Stimmungen. Das Erstehungsbild ist im Rahmen teilrestauriert und fand einen neuen Platz. Die beiden, aus der mittelalterlichen Vorgängerkirche erhaltenen Grabmale der Herren von Eltz wirken nun herausgehoben und sind mit Info-Tafeln versehen.



Die Festpredigt hielt Dekan Peter Butz. Der evangelische Kirchenchor Mimbach und ein Ensemble des Fachseminars Musik am Studienseminar Kusel, beide unter der Leitung von Chorleiter Rudolf Hertel gestalteten zusammen mit Bläsern und Streichern mit beeindruckender Chormusik, die den Kirchenraum als Instrument mit einbezog. Den Gottesdienst begleitete an der kleinen Truhenorgel Christoph Jakobi, an der großen Orgel saß Gero Kaleschke, Orgelbausachverständiger der Landeskirche, Lektor war Axel Weinland. Die Liturgie lag in den Händen von Pfarrerin Ines Weiland-Weiser, die in den abschließenden Grußworten zu Recht Lob und Komplimente zuhauf erhielt für die vorbildliche Leitung der gelungenen Renovierungsarbeiten.

„Unsere Pfarrerin weiß, dass den Mimbachern Kirche und Orgel am Herzen liegen, ihr unermüdlicher Einsatz und die Beschaffung der nötigen Gelder muss herausgestellt werden“, lobte Rudolf Hertel, ebenfalls sehr engagiert. Landrat Theophil Gallo freute sich, dass der „Dom des Bliestals“ den Menschen wieder als Begegnungsstätte offen steht. Das Mitglied des Bundestages Markus Uhl (CDU) dankte seinem Vorgänger Alexander Funk für den Einsatz beim Zuschuss des Bundes und für Ortsvorsteher Gerd Weinland komme nun die schlichte Schönheit des Gotteshauses voll zur Geltung.

Den Kirchenraum schmückten zur Einweihung Werke der Künstlerinnen Gisela Zender, Hannelore Rühl, Margot Wack und Gernot Weiser, beim Blumenschmuck bewies Erika Hussong mal wieder ihr gutes Händchen.