| 22:09 Uhr

CDU Gersheim schickt Rubeck ins Rennen

 Grund zu strahlen: Alexander Rubeck mit seiner Frau Daniela. Foto: Degott
Grund zu strahlen: Alexander Rubeck mit seiner Frau Daniela. Foto: Degott
Gersheim. Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbands Gersheim am Dienstagabend im Kulturhaus erhielt der 50-jährige Ortsvorsteher aus Reinheim in geheimer Wahl 36 Stimmen, für Rubeck votierten 82 Parteimitglieder. Unter der Versammlungsleitung von Stefan Toscani waren die beiden Kandidaten zunächst von politischen Freunden vorgeschlagen worden Von Merkur-Mitarbeiter Erich Schwarz

Gersheim. Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbands Gersheim am Dienstagabend im Kulturhaus erhielt der 50-jährige Ortsvorsteher aus Reinheim in geheimer Wahl 36 Stimmen, für Rubeck votierten 82 Parteimitglieder. Unter der Versammlungsleitung von Stefan Toscani waren die beiden Kandidaten zunächst von politischen Freunden vorgeschlagen worden. Mit Ecken und KantenRubeck wurde von seinem langjährigen kommunalpolitischen Mitstreiter Jochen Strobel vorgeschlagen. Der Medelsheimer bezeichnete Rubeck als einen Politiker, der es verstehe, auf die Menschen zuzugehen. Er nannte Rubeck "führungsstark und verwaltungserfahren". Der CDU-Fraktionsvorsitzende habe stets klar Position bezogen ("ein Mann der klaren Worte"), sei ein Politiker mit Ecken und Kanten, aber ein zuverlässiger Streiter für die Belange der Gemeinde.Der Rubenheimer Rubeck sei "von der Pike auf mit politischen Abläufen vertraut", unterstrich Strobel. Der Kandidat selbst sprach von einer "politischen Richtungswahl für die kommenden zehn Jahre". Er stehe für ein "christlich-konservatives Wertegerüst". Rubeck unterstrich seine Heimatverbundenheit, er kämpfe mit "Herzblut für Partei und Heimat". Rubeck will sich um die Probleme kümmern, die mit dem demografischen Wandel verbunden sind, will die Familien stärken und sich für den Tourismus in der Gemeinde engagieren. Er wolle als möglicher Bürgermeister "Motor und Impulsgeber" der Gemeinde sein. Rubecks politischer Kontrahent Jürgen Wack war zuvor von Herrmann Lembert, seinem engen Parteifreund aus Reinheim, vorgeschlagen worden. Lembert charakterisierte seinen Ortsvorsteher als einen "Mann der Tat", als "anpackenden Unternehmer". Wack habe sich engagiert für seinen Ortsteil Reinheim eingesetzt und werde auch als Bürgermeister "mitreißen". Es seien zukünftig Erfahrung und Weitblick gefragt, dies alles bringe Jürgen Wack als Kandidat mit. Auch Wack stellte sich dann selbst in einer engagierten Rede vor, musste aber am Ende seinem Parteifreund und Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, Alexander Rubeck, den Vortritt lassen. Nach der Auszählung des Ergebnisses gratulierte Wack dem Gemeindeverbandsvorsitzenden und sicherte ihm volle Unterstützung und Solidarität für den Wahlkampf zu. In seinem Schlusswort forderte CDU-Kreisvorsitzender Toscani seine Parteifreunde auf, "den Schwung dieses Abends" mitzunehmen und einen engagierten Wahlkampf zu führen. Meinung

Kandidat mit Aussichten



Von Merkur-MitarbeiterinChristiane de Zalewski Jung, engagiert, mit rhetorischem Talent und sympathischer Ausstrahlung - Alexander Rubeck hat beste Aussichten, der nächste Gersheimer Bürgermeister zu werden. Der Rubenheimer versteht sich darauf, geschliffene Reden zu halten, denen es gelegentlich nicht an Ironie oder gar Sarkasmus fehlt. Genau so leicht aber fällt es ihm, mit dem Nachbarn von nebenan zu reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, und ein offenes Ohr für die Menschen zu haben. Angesichts der politischen Landschaft im CDU-geprägten Gersheim dürfte es für jeden Gegenkandidaten oder -kandidatin, gleich welcher Partei oder Gruppierung, schwer werden, gegen den zwar noch jungen, aber schon erfahrenen Kommunalpolitiker Rubeck eine Chance zu bekommen.