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Bürgermeisterwahl
Sie sieht noch einiges zu tun in den Schulen

 Die Blieskasteler Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener in ihrem Büro im Rathaus am Paradeplatz. Die Amtsinhaberin strebt am 26. Mai ihre Wiederwahl an.
Die Blieskasteler Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener in ihrem Büro im Rathaus am Paradeplatz. Die Amtsinhaberin strebt am 26. Mai ihre Wiederwahl an. FOTO: Erich Schwarz
Blieskastel. So gestalten die Bürgermeisterkandidaten im Bliestal ihren Wahlkampf: Heute Annelie Faber-Wegener (CDU) in Blieskastel.

 Seit 14 Jahren ist Annelie Faber-Wegener (CDU) Bürgermeisterin in Blieskastel. Ihre erste Wahl kam für viele ziemlich überraschend. Nicht wenige attestierten ihrem Amtsvorgänger, die frühere Blieskasteler Gleichstellungsbeauftrage seinerzeit unterschätzt zu haben. Das wird wohl nicht mehr passieren. Die Verwaltungschefin der Barockstadt ist geschätzt bei ihren Bürgermeister-Kollegen und gut in der CDU vernetzt. „Ich weiß inzwischen, wie man die Dinge angeht“,  meint sie.

Annelie Faber-Wegener (59) kommt aus Altheim, ist verheiratet und hat mit ihrem Mann Dirk zusammen drei Kinder. Inzwischen ist auch die Zahl der Enkel auf drei angewachsen, „das macht ganz viel Spaß. Sie halten mich fit und damit auf Trab. Und ich bin gerne Oma“, bekennt die Bürgermeisterin. Gleichwohl fühlt sie sich nicht zum Rentnerdasein noch viel zu aktiv: „Ich bin ein Mensch, der schon immer gern gearbeitet hat. Ich habe noch einige Ziele und möchte auch weiterhin für Blieskastel auf dieser Ebene gestalten.“

Wie auch den anderen Kandidaten stellten wir im persönlichen Gespräch die Frage, was sie gerne gestalten würde, müsste sie nicht auf Parteienproporz oder eingeschränkte finanzielle Mittel Rücksicht nehmen: „Ich würde gern den Sanierungsstau an öffentlichen Gebäuden beheben“, meint sie zum Thema. Die Hallen im Stadtgebiet müssten energetisch saniert und ertüchtigt werden, auch die Schulen hätten in vielen Bereichen Nachholbedarf: „Wir müssten quasi in allen Schulen die Toiletten auf den neuesten Stand bringen“, stellt sie heraus.



Doch dann wird sie wieder von der politischen Realität eingeholt: „Es kommen immer neue Aufgaben. So mussten wir ziemlich schnell Freiwillige Ganztagsschulen (FGTS) einrichten, weil das gesellschaftspolitisch gewünscht war.“ Das sei an sich auch sehr sinnvoll, aber da habe einiges Hals über Kopf  fertiggestellt werden müssen, was eigentlich oft nicht über den Provisoriums-Charakter hinauskam: „Da waren die baulichen Voraussetzungen oft nicht geschaffen. Es war eigentlich kein Platz da, denn die Schulgebäude waren ja nicht unter der Voraussetzung gebaut worden, dass da irgendwann einmal eine Freiwillige Ganztagsschule einziehen muss“, erinnert sie sich an die Anfänge.

Nach und nach wird nachjustiert, derzeit wird unter anderem zum Beispiel in Lautzkirchen die FGTS erweitert und für den höheren Bedarf von jungen Familien ertüchtigt. Auch eine Abschaffung der Kita-Beiträge kann sich Faber-Wegener  vorstellen, wenn dies denn finanziell zu stemmen wäre.

Die beinahe 60-Jährige hat aus ihrer Sicht noch ein paar erfreuliche Dinge zu melden. Stolz ist sie, wie sie betont, auf den Abriss der Tivoli-Türme, „weil niemand daran geglaubt hat, dass dieser Abriss überhaupt möglich ist“, erinnert sie sich. Es sei möglich gewesen, reichlich  Fördergeld für Blieskastel zu bekommen, nicht zuletzt auch der Bau der Würzbachhalle sei somit möglich geworden: „Der Bau der neuen Würzbachhalle war das größte Bauprojekt in meiner Amtszeit“, unterstreicht die Chefin im Rathaus. Zudem seien in Biesingen, Blieskastel und Bierbach neue Kindergärten errichtet worden: „Die Erweiterung der Kita Niederwürzbach steht jetzt auch an.“

Zudem die Veränderungen in der Verkehrsführung in Blieskastel, wie der Kreisel am Stadteingang, der Kreisel in Webenheim oder das Rund an der Blickweiler Straße sind während ihrer Amtszeit entstanden. „Und das nächste große Projekt wird die Umgehung Altstadtrand Ost sein, das wir demnächst beginnen werden“, blickt sie in die Zukunft. Und was macht eine Bürgermeisterin in ihrer knapp bemessenen Freizeit? Neben den Enkeln ist der Garten das ganz große Hobby: „Ich habe einen Nutz- und Ziergarten mit Rosen und Stauden. Hier kann ich mich entspannen und finde auch den körperlichen Ausgleich.“