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Ein neues Geschäft in der Innenstadt von Blieskastel
Ein Handwerk – jenseits der Backmischungen aus der Tüte

 Die Inhaber sind mit den ersten Tagen sehr zufrieden: Die drei freundlichen Verkäuferinnen Birgit Hauck, Carmen Fuchs und Chefin Elena Kiwitter (von links) können sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen.
Die Inhaber sind mit den ersten Tagen sehr zufrieden: Die drei freundlichen Verkäuferinnen Birgit Hauck, Carmen Fuchs und Chefin Elena Kiwitter (von links) können sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. FOTO: Erich Schwarz
Blieskastel. Vor kurzem hat in den bisherigen Räumen der Bäckerei Scholler ein neuer Ladenbetreiber eröffnet. Die Bäckerei Fetzer mit Stammhaus und Backstube in Biesingen wird nun die Tradition einer Bäckerei-Filiale am Paradeplatz fortsetzen. Von Erich Schwarz

Bei vielen älteren Bürgerinnen und Bürgern wird es wohl immer das Café Brabänder bleiben. Von den alteingesessenen Cafés hat nur das Café Kuhn am Schlossberg den Besitzer nicht gewechselt. Auch das frühere Café Zimmer wird inzwischen von der Firma Lenert betrieben. Aber das Café am Paradeplatz wird wohl noch eine Weile geschlossen bleiben: „Wir konzentrieren uns jetzt zunächst einmal auf unsere Bäckerei-Filiale“, erläuterte Elena Kiwitter die momentane Situation. Man habe sich die Sache lange überlegt, unterstreicht die Lebensgefährtin des Juniorchefs Hagen Fetzer, die für den Geschäftsablauf in der Blieskasteler Fetzer-Filiale am Paradeplatz zuständig ist. Letztlich sei man aber doch eingestiegen, schließlich habe man auch die Kapazitäten.

Und selbstverständlich weiß auch Elena Kiwitter, dass die Leute in Blieskastel nach dem Café fragen: „Es ist durchaus möglich und wir überlegen das auch, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt das Café wieder eröffnen. Aber da besteht erheblicher Renovierungsbedarf. So müssen zum Beispiel die sanitären Anlagen komplett erneuert werden. Und da müsste einiges investiert werden, damit es unseren Ansprüchen genügen würde“, stellt die Filialleiterin heraus. Zudem müsse man dann die hauseigene Konditorei-Abteilung erheblich aufstocken. Also konzentriert man sich zunächst auf den Verkauf von Backwaren. Und es läuft ausgesprochen gut in diesen ersten Tagen.

Ständig stehen auch am Nachmittag Kundinnen und Kunden vor der Theke, bedient werden sie von Elena Kiwitter und ihren Mitarbeiterinnen Carmen Fuchs und Birgit Hauck. Aber ist die Eröffnung eines weiteren Ladens nicht ein großes Wagnis, gerade angesichts der hohen Supermarktdichte rund um die Innenstadt von Blieskastel? Elena Kiwitter glaubt, dass man mit Qualität überzeugen kann: „Wir stellen jeden Tag neuen Sauerteig her. Die Backwaren haben bei uns noch Zeit zum Gehen, und es gibt auch keine Backmischungen aus der Tüte“, ist sie von ihrer Qualität überzeugt. Sie glaubt, dass vor allem die Bevölkerung in ländlichen Regionen noch die Ware in der örtlichen Bäckerei kauft: „Wer mit einer dörflichen Bäckerei aufgewachsen ist, der wird auch seine Backwaren nicht im Supermarkt oder beim Discounter kaufen“, ist sie sich ziemlich sicher. Und sie sieht einen weiteren Pluspunkt der handwerklichen Bäckerei: „Unsere Produkte kann man – im Gegensatz zu vielen Discounter-Backwaren – auch noch Tage später essen“, so ihre Überzeugung.



In der Blieskasteler Filiale bietet die Bäckerei Fetzer alle klassischen Produkte des Bäckerhandwerks an. Zudem gibt es täglich wechselnde Suppen, auch zum Mitnehmen. Man öffnet an allen Werktagen um 5.30 Uhr und schließt um 18 Uhr, samstags um 13 Uhr. Sonntags bleibt die Bäckerei geschlossen.