| 21:20 Uhr

"Bliesbrücke": Stadtrat will dem Namens-Votum der Jury folgen

Blieskastel. Nachdem eine parteiunabhängige Jury die Einsendungen Blieskasteler Bürger für den Namen der neuen Brücke in Blieskastel bewertet hat und sich mehrheitlich für "Bliesbrücke" ausgesprochen hat, will die Koalition im Stadtrat aus CDU, Grünen und dem parteilosen Werner Weihrauch diesem Votum folgen

Blieskastel. Nachdem eine parteiunabhängige Jury die Einsendungen Blieskasteler Bürger für den Namen der neuen Brücke in Blieskastel bewertet hat und sich mehrheitlich für "Bliesbrücke" ausgesprochen hat, will die Koalition im Stadtrat aus CDU, Grünen und dem parteilosen Werner Weihrauch diesem Votum folgen. Wie CDU-Fraktionschef Holger Schmitt mitteilt, hätten sich dank der Bürgerbeteiligung viele Blieskasteler intensiv mit der neuen Brücke und auch der Stadtgeschichte auseinander gesetzt. Alle konnten Namensvorschläge einsenden, die von der Jury bewertet worden sind. Der ursprüngliche Vorschlag des Historischen Vereins, David Oppenheimer, habe zudem "vielen Bürgern neue Informationen für einen herausragenden Blieskasteler Sohn des 19. Jahrhunderts eröffnet". Der Verein habe damit einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der Stadtgeschichte geleistet. Insbesondere die Bündnisgrünen seien allerdings auch enttäuscht über den Ausgang. Nach ihrer Meinung sei eine Chance verpasst worden, einen herausragenden Sohn der Stadt gebührend zu ehren, "gerade vor dem Hintergrund, dass jahrhundertelang zehn Prozent der Blieskasteler jüdischen Glaubens waren und einen entsprechend hohen Anteil an der Entwicklung der Stadt hatten", so Martin Dauber, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen. "Gleichwohl ist mit dem Verfahren ein Name gefunden, der nun breite Akzeptanz findet. Die Sammlung und Bewertung von Vorschlägen wurde transparent und ergebnisoffen durchgeführt", so Holger Schmitt und Martin Dauber. Es sei eine gute Entscheidung gewesen, dass in der Jury keine Stadträte vertreten waren.CDU, Grüne und das Stadtratsmitglied Werner Weihrauch hatten in der Dezembersitzung des Stadtrats den Vorschlag von Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener zur Namensgebung der neuen Brücke begrüßt: Bürger sollten Namensvorschläge einbringen, die durch eine Jury bewertet werden. Zuvor hatten die Fraktionen den Antrag gestellt, das Bauwerk offiziell "David-Oppenheimer-Brücke" zu benennen. Allerdings sei eine derart symbolische Entscheidung auf eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen, so die Fraktionen damals. Das Verfahren sei nun abgeschlossen. ert