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Zurück zu den Wurzeln nach dem ungeliebten „Franz“-Fest
Das Altstadtfest gewinnt an Kontur

Blieskastel. Die erste Besprechung fand im Rathaus Blieskastel mit rund 50 interessierten Teilnehmern statt. Von Erich Schwarz

Die Zeit der gräflichen Von-der-Leyen-Namensgebung für das Blieskasteler Stadtfest ist vorbei (wir berichteten) Aus dem Versuch „Franz“ wird wieder – das Blieskasteler Altstadtfest. Hatte man „Franz“ zunächst noch unter dem Arbeitstitel „Stadtfest Blieskastel“ weitergedacht, so stand nach der diese Woche im Rathaus stattgefunden Informationsveranstaltung schnell fest, was gewünscht ist.

Auf die Frage von Bürgermeister Bernd Hertzler, wie denn das Fest zukünftig heißen solle, war das Votum klar: Zurück zu den Wurzeln, im Juni wird wieder das „Blieskasteler Altstadtfest“ gefeiert. Man kehrt auch wieder zum alten Termin zurück, dem dritten Wochenende im Juni, in diesem Jahr ist das Freitag und Samstag, 19. und 20. Juni. Lediglich den dritten Festtag, den Sonntag, wird es künftig nicht mehr geben.

Über 50 Interessierte hatten sich im Rathaussaal eingefunden, um sich über das neue (quasi alte) Konzept informieren zu lassen. Auch in diesem Jahr wird das Altstadtfest wieder nicht besonders üppig finanziell ausgestattet sein: „es stehen 25 000 Euro zur Verfügung. Ich wünschte mir auch mehr, vielleicht beschließt ja der Stadtrat ein bisschen mehr Geld“, wünschte sich auch Rathaus-Chef Bernd Hertzler mehr finanziellen Spielraum. Zentrum des Festes wird wieder der Paradeplatz sein, auch der Luitpoldplatz soll erneut ein attraktiver Standort werden. Hier hat sich in den vergangenen Jahren Frank Berchem, Geschäftsführer des Restaurants „Die Metz“, stark engagiert. Und hier gab es dann auch schon die ersten Diskussionen. Denn etwa der Tennisclub oder der Junge Chor Bierbach hatten dort über all die Jahre des Altstadtfestes ihre Standplätze sozusagen abonniert gehabt. In den beiden „Franz“-Jahren hatten sich die Vereine dort nicht mehr engagiert, wollen sich aber nun wieder einbringen. Wie zu erfahren war, hat man sich im Anschluss an die Info-Veranstaltung bereits arrangiert.



Apropos Engagement: Von den vielen Anwesenden bei der Veranstaltung hatten dann nur 14 Vereine definitiv eine Zusage zur Teilnahme im Juni gegeben. Viele wollen noch abwarten, es erneut in den Führungsgremien ihrer Vereine besprechen oder machen eine Teilnahme von einem bestimmten Standplatz abhängig. Klärungsbedarf gibt es auch noch zum Platz zwischen der Festhalle und dem früheren Amtsgericht. Hier hatten in den letzten Jahren des Altstadtfestes Bernhard Wesely und Olaf Ehrmantraut die Rockbühne installiert und hatten dies auch für das „neue“ Altstadtfest in diesem Jahr (für die Verwaltung kostenfrei) angeboten. In den „Franz“-Jahren indes wollte man auf die Rockbühne verzichten und hatte diesen Standplatz an die Grüne Jugend vergeben, die auch in diesem Jahr wieder dorthin will. Hier wird es wohl auf eine Bürgermeister-Entscheidung hinauslaufen, um den Platz letztendlich zu vergeben.

Ob auch der Platz am Schlangenbrunnen in das Festgeschehen eingebunden werden kann, wie vereinzelt gewünscht, hängt von der Anzahl der Teilnehmer ab. Auch ob es eine Festverbindung vom Paradeplatz zum Luitpoldplatz mit Ständen in der Von-der-Leyen-Straße geben wird, hängt ebenfalls mit der Zahl der Interessenten zusammen.

Einige weitere wichtige Informationen wurden dann noch gegeben, unter anderem, dass nur Mehrweggeschirr verwendet werden darf und dass die Bierpreise einheitlich sein müssen. Und Bernd Hertzler hatte am Ende auch noch eine gute Nachricht: Während des Altstadtfestes sind die jetzigen Bauarbeiten am Altstadtrand Ost abgeschlossen, die weiteren Arbeiten beginnen erst im Herbst: „Es werden alle Parkplätze der Innenstadt während des Altstadtfestes zur Verfügung stehen“.