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65 Wehrleute proben auf Terex-Gelände den Ernstfall

 Um für den Ernstfall gut gerüstet zu sein, muss immer wieder unter schwierigen Bedingungen geübt werden. Unser Foto zeigt die Wehrleute bei einem Brand in Mimbach. Foto: Feuerwehr
Um für den Ernstfall gut gerüstet zu sein, muss immer wieder unter schwierigen Bedingungen geübt werden. Unser Foto zeigt die Wehrleute bei einem Brand in Mimbach. Foto: Feuerwehr FOTO: Feuerwehr
Blieskastel. Das Terex-Firmengelände in Bierbach war Schauplatz einer Großübung der Blieskasteler Feuerwehr. Geprobt wurde neben dem Löschen eines Brandes auch die Rettung von vermissten Personen. 65 Wehrleute waren im Einsatz. bea

Damit die Sicherheit in einem Brandfall bei der Firma Terex in Bierbach an der Blies weiter verbessert werden kann, wurde eine Großübung mit vier Löschbezirken geprobt. Von weitem sah man auf dem Firmengelände viele Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge. Als Übungsannahme der Blieskasteler Feuerwehr galt, dass zwei vermisste Personen aus dem Lagerhallenbereich zu retten und ein Brand zu löschen waren. Die Löschbezirksführer der vier Wehren waren mit den Leistungen ihrer Einsatzkräfte sehr zufrieden. Wie der Stadtwehrführer Michael Nehlig weiter mitteilt, liefen die Rettungsübungen sehr gut ab. Die Wehr führte einen Innenangriff zur Menschenrettung mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz durch. Gleichzeitig wurden Teilbereiche der Produktionshalle von Personen geräumt und die Einsatzpläne getestet. Mit der Blieskasteler 30-Meter-Drehleiter wurde eine Riegelstellung mit einem Wasserwerfer geübt. Schwieriger dagegen gestaltete sich die Rettung der Personen im Inneren des Komplexes.

Die Feuerwehrmänner und -frauen mussten all ihre Ausrüstung für den Innenangriff unter "Nullsicht" in die 150 Meter lange Halle tragen. Sichtlich gezeichnet durch die außergewöhnliche Belastung - ein Feuerwehrmann trägt bis zu 25 Kilogramm zusätzliche Ausrüstung wie Schutzkleidung und Atemschutzgerät mit sich - konnten die Personen in kürzester Zeit durch die Einsatzkräfte aus Bierbach an der Blies, aus Blieskastel, aus Blickweiler und Webenheim gerettet werden. Erstmals dabei waren auch acht Einsatzkräfte der Führungsunterstützungsgruppe des Saarpfalz-Kreises, geleitet vom Brandinspekteur Uwe Wagner. Somit wurde das Übungsziel einer Menschenrettung unter erschwerten Bedingungen erreicht.

Die Übungsverantwortlichen Franz-Josef Schuler und Ralf Bodenmiller waren mit dem Ablauf und der Zusammenarbeit der Löschbezirke sehr zufrieden. "Die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr konnte hier erst recht unter Beweis gestellt werden, da bei einem so enorm großen Objekt eine gute Zusammenarbeit sehr wichtig ist", so der Stadtwehrführer Michael Nehlig. Ziel einer solchen größeren Übung sei, die Zusammenarbeit unter den örtlichen Löschbezirken anhand von Einsatzabschnitten zu überprüfen und zu verbessern.

Es habe sich gezeigt, wie wichtig die gegenseitige Unterstützung der Löschbezirke untereinander ist. Bei schwierigen und großen Objekten sei eine löschbezirksübergreifende Zusammenarbeit unumgänglich.

Wer Interesse an der Arbeit der Feuerwehr Blieskastel hat, kann sich jeden Montag ab 18.45 Uhr im Feuerwehrhaus in Blieskastel informieren.

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Auf einen BlickAn der Übung waren 14 Fahrzeuge mit 65 Einsatzkräften der Löschbezirke Blieskastel-Mitte, Bierbach an der Blies, Blickweiler und Webenheim beteiligt. Geleitet und koordiniert wurde die Übung mit Hilfe des Einsatzleitwagens der Blieskasteler Feuerwehr. red