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Spende an Kinderhospiz
Spektral-Gruppe spendet an Kinderhospizdienst Saar

Beate Leonhard-Kaul vom Kinderhospizdienst Saar  nahm den Scheck  entgegen. Gesammelt hatte die Spektral-Gruppe und deren Geschäftsführer (von rechts ) Andreas Finkler, Uwe Wessels und Andrea Sonntag.
Beate Leonhard-Kaul vom Kinderhospizdienst Saar nahm den Scheck entgegen. Gesammelt hatte die Spektral-Gruppe und deren Geschäftsführer (von rechts ) Andreas Finkler, Uwe Wessels und Andrea Sonntag. FOTO: Sebastian Dingler
Bexbach. 3000 Euro sollen für die betroffenen Geschwister schwer kranker Kinder und die tiergestützte Therapie verwendet werden. Von Sebastian Dingler

Der in Bexbach ansässige Massivhausanbieter Spektral-Haus, auch bekannt als Spektral-Gruppe, hat nun schon zum dritten Mal eine schöne Summe zusammenbekommen, die er dem Kinderhospizdienst Saar spenden konnte. Ab Oktober letzten Jahres, so erzählte es einer der Geschäftsführer der Gruppe, Uwe Wessels, habe man jeden, der das Firmengebäude betrat, angesprochen, ob er nicht etwas beitragen wolle zum guten Zweck. Außerdem seien die sonst üblichen kleinen Präsente an die Handwerker zugunsten der Spendensumme abgeschafft worden – diese hätten verständnisvoll darauf reagiert und zum Teil selbst noch einen Betrag draufgelegt. Auf diese Art und Weise seien stolze 1500 Euro zusammengekommen – diese Summe habe die Firma dann noch mal verdoppelt, sodass jetzt 3000 Euro an Spendengeld übergeben werden konnten.

Teamleiterin Beate Leonhard-Kaul vom Kinderhospizdienst Saar nahm den Scheck in den Firmenräumen der Spektral-Gruppe mit Freude entgegen. Sie schilderte noch mal die Nöte ihrer Einrichtung, die sich ambulant um die Sterbebegleitung von Kindern kümmert. „Vieles geht da nur über Spendengelder. Gerade haben wir ein neues Projekt in der Trauerarbeit gestartet, und schon länger betreiben wir eine Trauergruppe für verwaiste Eltern – dafür gibt leider keine Krankenkasse auch nur einen Euro. Oder unsere tiergestützte Therapie, die bei den Kindern oft Verspannungen löst und ihre Schmerzen lindert, oder die Musiktherapie – all das können wir nur anbieten, wenn solche Menschen wie die von der Spektral-Gruppe helfen“, erklärte Leonhard-Kaul.

Der seit 2006 agierende Kinderhospizdienst betreut derzeit 165 Familien und beschäftigt neben den Hauptangestellten auch 94 ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Anzahl letzterer dürfe sich gerne noch erhöhen, sagte Leonhard-Kaul und wies auf die demnächst wieder beginnenden Kurse zur Vorbereitung auf die Begleitung und Pflege schwerstkranker Kinder hin.



Die Entscheidung darüber, was mit der Spende geschehen soll, wollte Leonhard-Kaul gern den Geschäftsführern der Spektral-Gruppe überlassen. Andrea Sonntag, die für den Bereich Fertigbau verantwortlich ist, fand im Einvernehmen mit der Kinderhospizdienst-Teamleiterin zu der Lösung, dass das Geld halbe-halbe für die Unterstützung von betroffenen Geschwisterkindern und für die tiergestützte Therapie verwendet werden soll. „Die Geschwisterkinder kommen in der Familie oft zu kurz und sollten sich auch mal einen schönen Tag machen können. Für die betroffenen Kinder ist es sicher sehr schön, wenn sie mal einen Hund in den Arm nehmen können“, sagte Sonntag.