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Oktoberfest in Bexbach
Auch in Bexbach fließt der Gerstensaft in Strömen

„Die Krüge hoch“ hieß es am Wochenende wieder in Bexbach.
„Die Krüge hoch“ hieß es am Wochenende wieder in Bexbach. FOTO: Thorsten Wolf
Bexbach. In der Höcherbergstadt heißt die Wiesn Rasen und findet im Blumengarten statt. Auch die fünfte Auflage war ein echter Erfolg.

Was in München und Homburg die Wiesn, das ist in Bexbach der „Rasen“. Zum fünften Mal wurde auf eben dem im Bexbacher Blumengarten am Wochenende zünftig Oktoberfest gefeiert. Ausgerichtet wird das Fest vom Förderverein „Freunde Bexbacher Fastnacht“ – für in diesem Jahr 550 Gäste im ausverkauften Zelt.

Für die festtaugliche Musik sorgte am Samstagabend die Firma Holunder mit Thorsten Besche am Mikrofon, in den Pausen sollten der „Biermike“ und „Lina Collada“ zusätzlich für Abwechslung sorgen. Mittendrin im Treiben: Celine End als erste Vorsitzende des Fördervereins, ihre Stellvertreterin Angela Klos und Silke Burbes als kommissarische Geschäftsführerin des Vereins. Noch bevor der Abend richtig losging, ließ sich Celine End ein bisschen in die Karten schauen und verriet, wie man sich als Veranstalter im Reigen von großen Oktoberfesten in der Region über Jahre hinweg behaupten kann. „Wir heben uns ab, wir sind nicht ganz so groß wie Homburg oder Blieskastel, hier ist alles ein bisschen familiärer.“

Dabei gehe es nicht einfach darum, ein Zelt aufzustellen, zu bestuhlen und zu Unterhaltungsmusik viel Bier auszuschenken. „Ich denke, es geht darum, so zu denken, wie die Gäste denken. Man muss sich überlegen, was angenommen wird, was die Leute wollen und wie sich die Gäste wohlfühlen. Das macht es aus.“ Dass man sich beim „Bexbacher Rasen“ auf einen Party-Abend am Samstag und einen Frühschoppen am Sonntag beschränke, sei, wie End erklärte, dem Umstand geschuldet, dass man als Verein zahlenmäßig zu klein sei, „über das Wochenende habe ich um die 60 Leute eingespannt.“ Alle Helfer würden dabei ehrenamtlich arbeiten, „von daher kann man da schon stolz drauf sein“.



Noch bevor die Firma Holunder dem Samstagabend ihren musikalischen Stempel aufdrückte, gab’s einen zünftigen Fassbieranstich. Für den sorgte Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis, mit einem großen und ein paar kleinen Schlägen. Dann lief das Bier. Und die Krüge wurden in die Höhe gestemmt. Ein ums andere Mal. So wie beim großen Vorbild in „Minga“ in München.

Leider wollten nicht alle friedlich feiern – die Polizei musste nach Bexbach ausrücken, weil sich Besucher in die Haare gerieten (siehe Meldung auf Seite 19).

(thw)