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Rückblick auf 2019
Wieder viel Arbeit für Wehr Frankenholz

 Am 20. November 2019 rückte die Wehr zu einem Brand in einem Einfamilienhaus in Frankenholz aus.
Am 20. November 2019 rückte die Wehr zu einem Brand in einem Einfamilienhaus in Frankenholz aus. FOTO: Markus Hagen
Frankenholz. 2019 verbuchten die Floriansjünger im Bexbacher Stadtteil 66 Einsätze und retteten zwei Menschen. 735 Arbeitsstunden wurden absolviert.

Nach rekordverdächtigen 45 Minuten konnte Löschbezirksführer Arno Neuschwander eine harmonisch verlaufene Jahresversammlung des Frankenholzer Löschbezirks in der Feuerwache schließen. Wie die Wehr mitteilt, hatte er zu Beginn neben den zahlreich erschienenen Aktiven, dem 2. Beigeordneten Thomas Pfaff, Ortsvorsteher Rudi Müller, Wehrführer Uwe Lapre, Ehrenwehrführer Friedrich Müller, den Kreisjugendfeuerwehrbeauftragten Christian Müller, die Feuerwehrsachbearbeiterin der Stadt Karin Orphey, sowie Mitglieder der Alterswehr begrüßt.

Im Rahmen der Totenehrung gedachte die Versammlung des 2019 im Alter von 82 Jahren verstorbenen Kameraden Josef Omlor. „Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren“, so Arno Neuschwander, der daran erinnerte, dass Omlor mehrere Jahre als Löschbezirksführer tätig war.

Von erfolgreichen Aktivitäten berichteten Löschbezirksführer Neuschwander und der Beauftragte für die Jugendfeuerwehr, Ricky Krauss. Neuschwander wies auf 66 (Vorjahr 71) Einsätze 2019 hin, bei denen der Löschbezirk seine Leistungsfähigkeit wieder unter Beweis gestellt habe. Darunter waren 13 Kleinbrände, ein Mittelbrand, fünf Großbrände, 42 technische Hilfeleistungen und sonstige Einsätze sowie fünf Einsätze über Brandmeldeanlagen. Zwei Menschen wurden gerettet. Erforderlich war dabei das Engagement von 376 Feuerwehrangehörigen mit 735 Stunden.



Als erwähnenswert stellte Neuschwander auch die Alarmübung im Grundschulzentrum Schillerschule heraus. An 22 Abenden wurden 1100 Übungsstunden bei einem zufriedenstellenden Übungsbesuch (69 Prozent) absolviert. Ralf Neuschwander, Michael Simon, Christian Müller und Florian Schmitt hob der Löschbezirksführer mit den meisten Übungsbesuchen hervor. Im Hinblick auf die Personalsituation sprach er von einem Bestand von 28 aktiven Feuerwehrangehörigen, darunter eine Frau, und neun Mitglieder der Alterswehr.

An sonstigen Aktivitäten des Löschbezirks außerhalb der üblichen Feuerwehrarbeit standen die Tage der offenen Tür, das Maibaumsetzen, die Mitwirkung beim Dorffest, beim Martinsumzug sowie beim Weihnachtsmarkt auf dem Programm. Außerdem wurden eine Nikolausfeier für die Kinder der Feuerwehrangehörigen und ein Kameradschaftsabend durchgeführt, bei dem auch Ehrungen und Beförderungen ausgesprochen wurden.

Ricky Krauss wies in seinem Jahresbericht als Beauftragter der Jugendfeuerwehr auf 52 Übungsnachmittage der acht Mitglieder hin, in denen den Jugendlichen theoretisches und praktisches Wissen vermittelt wurde. Die Jugendwehr feierte im Vorjahr ihr 50-jähriges Bestehen. Sie beteiligte sich unter anderem am Tag der offenen Tür, am Maibaumsetzen, führte einen Aktionstag durch und war erfolgreich beim Stadtpokal der Jugendwehren.

Durchgeführt wurde auch ein Berufsfeuerwehr-Wochenende, wobei wieder der Alltag einer Berufsfeuerwehr simuliert wurde. Auch ein Rotkreuz-Kurs stand auf dem Programm. Der 2. Beigeordnete Thomas Pfaff bezeichnete seine Anwesenheit als „Premiere bei der Feuerwehr“, da er erstmals in seiner Amtszeit Gast bei einer Versammlung eines Löschbezirks im Stadtbereich war. Er würdigte die wertvolle Arbeit und den Einsatz der Feuerwehr für die Allgemeinheit und wünschte weiterhin viel Erfolg.

Für Ortsvorsteher Rudi Müller ist der Besuch der Feuerwehr schon lange Tradition. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Löschbezirk und dankte für die wertvolle Arbeit für die Dorfgemeinschaft. Allen Feuerwehrleuten wünschte er ein gutes Jahr 2020 und stets eine gesunde Heimkehr nach dem Einsatz. Müller ging auch auf verschiedene Maßnahmen und Aktionen im Dorfbereich ein. So informierte er auch über den Stand der Sanierungsarbeiten im und am Bürgerzentrum.

Wehrführer Uwe Lapre dankte für die gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit und wies darauf hin, dass sich mit 504 Einsätzen der Löschbezirke die Gesamtzahl 2019 erhöht habe.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurde die vorgesehene Neuorganisation der Feuerwehr im Stadtbereich, die ja die Zusammenführung der Löschbezirke Frankenholz und Höchen in einem „Standort Nord“ bringen soll, nur kurz angesprochen. Wohl ahnend, dass die nächsten fünf bis sechs Jahre in dieser Sache nichts passieren wird, zumal derzeit entsprechende Gespräche in der Arbeitsgruppe etwas ins Stocken geraten sind, heißt es in der Mitteilung weiter. Wichtig, so wurde betont, sei weiter eine Mitsprache der Löschbezirke, damit bei einer späteren Zusammenführung keine Probleme auftreten.

Eine von Hauptbrandmeister Michael Simon angesprochene Beanstandung der beiden Tore der Feuerwehr-Fahrzeughalle, soll durch den Einbau eines elektrischen Antriebs in nächster Zeit behoben werden. So jedenfalls sei, wie Löschbezirksführer Neuschwander mitteilte, der Stand der Gespräche mit der Stadt Bexbach.