| 21:07 Uhr

Höchen
Die Kirmes in Höchen ist noch lebendig

Die Band New Swingers aus Contwig spielte zum Dämmerschoppen der Höcher Kerb in der Glanhalle auf.
Die Band New Swingers aus Contwig spielte zum Dämmerschoppen der Höcher Kerb in der Glanhalle auf. FOTO: Markus Hagen
Höchen. Auch ohne Fahrgeschäfte wurde bei Musik, Tanz und Fußball in der Glanhalle und am Sportheim gefeiert.

Die Zeiten von Fahrgeschäften, Kerwestrauß, Umzug sowie Straußmädels und -buben sind auch in Höchen bei der Kerb Geschichte. Doch so ganz wollen die Höcher auf ihre Kerb auch nicht verzichten. Dank des Fördervereins „Unser Höchen“ und des SV Höchen mit deren Sportheimwirt Ludwig Angerer, der an den Kerbetagen einige Leckerbissen auf den Tisch brachte, lebt das Traditionsfest noch, wie die Kirmesfans am Wochenende zufrieden feststellen konnten.

Zum Auftakt der Kerb lud der Förderverein zu Tanz und Musik in die Glanhalle ein. Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis und Michael Bosslet, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, schlugen gemeinsam ein 20-Liter-Bierfass an. Es durfte gefeiert und getanzt werden zu den musikalischen Klängen der Band New Swingers aus Contwig. Rock, Popp und Klassik standen am Freitagabend dann hoch im Kurs, und noch bis in den späten Abend war der Dämmerschoppen zum Auftakt der Kerbetage  gut besucht.

Beim SV Höchen ging es dann am Samstag zunächst auf dem Rasenplatz rund. Der Sportverein freute sich auf seine Kerwe-Fußballspiele und guten Besuch. Die erste Mannschaft führte in ihrem Spiel der A-Kreisliga Bliestal gegen die DJK Münchwies bis kurz vor dem Spielende mit 4:2. Den besonderen Kerwesieg vor den Augen wurde aber der Vorsprung noch verspielt. 4:4 hieß es nach dem Abpfiff. Gefeiert wurde aber dennoch im Sportheim, schließlich ist nur einmal im Jahr Kerb.



„Gerne würden wir an die alten Zeiten mit Strauß, Umzug, Kerbe-Rede und Fahrgeschäften vor der Glanhalle wieder anknüpfen“, sagte Michael Bosslet. Doch die alten Rituale wieder umzusetzen, sei äußerst schwer. Die Betreiber der Fahrgeschäfte sterben langsam aus. Immer weniger Anbieter gibt es. Das Geschäft mit der Kirmes lohnt sich kaum oder überhaupt nicht mehr. „Ob sich noch Mädels und Jungs finden, die die Tradition hoch halten, muss sich zeigen.“ Diesbezüglich könne man vielleicht wieder etwas auf die Beine stellen. So ganz sei man, so Bosslet, aber noch nicht aus dem Kerwetreiben heraus, wie man an den vergangen Tagen in Höchen sehen konnte.

(ha)