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Vorfälle in Zügen
Bahnkunden bedroht und belästigt

Bexbach. Sie sollen Frauen sexuell belästigt, Passagiere mit dem Messer bedroht und Reisende eingeschüchtert haben: Drei Jugendliche versetzten am Pfingstwochenende Kunden der Deutschen Bahn (DB) im Saarland in Angst und Schrecken. Von Matthias Zimmermann

Obwohl sie mehrfach aufflogen und Bundespolizisten sie kurzfristig festnahmen, legten sie immer wieder los. Wie Karsten Eberhardt von der Bundespolizei-Dienststelle in Bexbach am Dienstag berichtete, waren seine Kollegen am Freitag erstmals alarmiert worden.

In der Regionalbahn zwischen Neunkirchen und Homburg zückte um 16.40 Uhr einer aus dem Jugendlichen-Trio ein Messer und bedrohte damit Bahnkunden. Die beiden Komplizen sollen eingeschritten sein und ihn zurückgepfiffen haben. Kurze Zeit später aber belästigten die drei jungen Männer verschiedene Reisende sexuell. Nur einen Tag später hatte es das Trio dann auf eine Familie und deren Kinder sowie auf Mädchen abgesehen, die sie belästigten. Um 19.30 Uhr mussten die Ermittler anrücken, um im Zug von Saarbrücken nach Homburg die Drei zu stoppen. Der dritte Zwischenfall ereignete sich am späten Sonntagabend. Der Lokomotivführer rief um 22 Uhr die Polizei, als er die drei Jugendlichen in seinem Zug bemerkte. Er und die Bundespolizei vereinbarten, dass er die Fahrt drosselt, damit Fahnder und Bahn gleichzeitig am Bexbacher Bahnhof ankamen. Dort schnappten die Beamten dann die bekannten drei Tatverdächtigen. Sie sollen zwischen 14 und 16 Jahre sein und aus Syrien stammen. Sie sind auf freiem Fuß, weil sie einen festen Wohnsitz haben. Sie sollen zumindest teilweise die Taten gestanden haben.