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Medizinische Hochschulkurse
Wieder wichtige Fortbildungen am Uniklinikum

Homburg . Vor der Sommerpause werden immer  Zeugnisse, Diplome oder Doktorhüte verteilt. Aber nicht nur das, denn auch die Fortbildungen, Kongresse und Kurse am Universitätsklinikum werden meist noch vor Ende Juni durchgeführt, denn das ist die beste Zeit, um möglichst viele Experten zu erreichen, bevor der Sommer beginnt. red

Nicht nur Knochen, auch Weichteile müssen nach Unfällen wiederhergestellt werden, weshalb es in Homburg seit mehreren Jahren auch einen Kurs zum Thema „Lappenplastiken“ gibt, der mit 12 Teilnehmern jedes Jahr ausgebucht ist. Heute seien neben der reinen Weichteilrekonstruktion auch ästhetische  Aspekte wichtig geworden, betont der Unfallchirurg Professor Walter Knopp, der den Kurs leitet, der vom 1. bis 3. Juli dauert. Das aufwändigen Verfahren der Weichteilrekonstruktion erfordere eine fundierte Ausbildung, ein ständiges Training und eine Weiterentwicklung der Techniken. Als Trainer für diesen Workshop hatte Knopp  ausgewiesene Experten aus Lübeck, Halle und dem Homburger  Klinikum gewonnen. Da die Operationstechniken direkt an den Weichteilen erprobt werden, musste der Teilnehmerkreis auf 12 beschränkt werden. „Es ist wichtig, diese Praktiken zu üben, denn die Gefäße müssen an den Lappen einzeln befestigt werden, das ist  vor allem unter Zeitdruck nicht einfach,“ so Knopp. Theoretische Grundlagen, praktische Tipps und das Training der Hebetechniken stehen im Vordergrund. Das Anatomische Institut in Homburg bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, die Operationstechniken an speziell präparierten Teilen selbst durchzuführen.

  Was die Weichteilrekonstruktion so kompliziert mache, sei die Gefahr, dass sich die offenen Wunden entzünden können, so dass die Rekonstruktion innerhalb von maximal drei Tagen erfolgen muss, betont Professor Knopp.