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FDP-Stadtverband Bexbach: Plädoyer fürs alte Rathaus

In Bexbach gibt es Überlegungen, die eine Nutzung des Rathauses (unser Bild) betreffen: alles unter einem Dach oder Anbau ans alte Rathaus. Am 14. April diskutieren die Räte. Foto: Thorsten Wolf/pm
In Bexbach gibt es Überlegungen, die eine Nutzung des Rathauses (unser Bild) betreffen: alles unter einem Dach oder Anbau ans alte Rathaus. Am 14. April diskutieren die Räte. Foto: Thorsten Wolf/pm FOTO: Thorsten Wolf/pm
Bexbach. Bürgermeister Thomas Leis (SPD) würde persönlich eine „Alles unter einem Dach“-Lösung bevorzugen. Am 14. April diskutieren die Ratsmitglieder im erweiterten Hauptausschuss das Thema hinter verschlossenen Türen. Ralph Schäfer

In der Höcherberg-Stadt gibt es Überlegungen in Sachen künftige Rathaus-Lösung: Anbau an das alte Rathaus oder Umzug in die alte Post am Bahnhof oder in das ehemalige Hägin-Gebäude in der Bahnhofstraße, beides auf Mietbasis. Der Bexbacher FDP-Stadtverband hat sich in einer Presseerklärung klar für die Beibehaltung des alten Rathauses ausgesprochen. "Die Freien Demokraten des Stadtverbands Bexbach stehen diesen Überlegungen äußerst kritisch gegenüber", heißt es in der Mitteilung wörtlich. "Zum einen birgt eine langfristige Anmietung die Gefahr, dass man sich in die totale Abhängigkeit des Vermieters begibt, was unter anderem bei einem Liquiditätsengpass des Vermieters zu unangenehmen Folgen für die Stadt führen kann." Zum anderen stelle sich die Frage, ob überhaupt Bedarf für eine neue Örtlichkeit bestehe und ein Beibehalten der bestehenden Lösung nicht die kostengünstigere Variante sei. Nach Meinung der FDP kommt es in naher Zukunft sehr wahrscheinlich zu einer Verwaltungsreform, "mit Sicherheit aber zu einer Zusammenlegung von Ämtern, die bisher bei jeder Kommune eingerichtet sind." Die FDP plädiere mit Nachdruck für den Erhalt des Rathauses in Bexbach-Mitte: "Das den Ortskern prägende Gebäude muss im Besitz der Stadt bleiben und darf auch nicht einer anderen Nutzung zugeführt werden."

Bürgermeister Thomas Leis stellte gestern auf Anfrage im Gespräch mit unserer Zeitung klar, noch sei nichts passiert. "Sachstand ist, dass das Thema bei einer Sitzung aller Ratsmitglieder am 14. April im erweiterten Hauptausschuss nicht öffentlich besprochen wird. Dann diskutieren wir das Ganze durch." Er erhoffe sich dann schon eine Lösung, sagte der Verwaltungschef, der persönlich eine "Alles unter einem Dach"-Lösung bevorzugen würde. "Seit vier Jahren bringe ich das Thema immer wieder, weil ein Rathaus statt drei im KGSt-Gutachten, das kommunale Einsparmöglichkeiten auflistete, auf Platz eins steht." Er sehe durchaus Sparpotenzial in dieser Lösung." Die alte Post sei vor Jahren schon einmal als Rathaus im Gespräch gewesen. "Damals war das Projekt aus politischen Gründen abgelehnt worden. Mit neuem Besitzer ist es jetzt wieder im Gespräch." Das ehemalige Hägin-Gebäude würde von der Größenordnung her schon passen, "aber es attraktiv zu machen, ist sicher eine Aufgabe." Und die Möglichkeit eines Anbaus an das jetzige Gebäude wäre laut Bürgermeister auch nicht billig, außerdem fielen die bestehenden Parkplätze hinter dem Gebäude weg.