| 23:28 Uhr

Bürgermeisterwahl Bexbach
CDU schickt Christian Prech ins Rennen

Mit einer Zustimmung von 100 Prozent der Mitgliederversammlung wurde Christian Prech (Mitte), hier mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Benjamin Schappe (links) und dem Kreisvorsitzenden Alexander Funk, zum Bürgermeisterkandidaten der CDU für die Wahl im kommenden Jahr gekürt.
Mit einer Zustimmung von 100 Prozent der Mitgliederversammlung wurde Christian Prech (Mitte), hier mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Benjamin Schappe (links) und dem Kreisvorsitzenden Alexander Funk, zum Bürgermeisterkandidaten der CDU für die Wahl im kommenden Jahr gekürt. FOTO: Thorsten Wolf
Bexbach. Die Bexbacher Christdemokraten haben ihren Kandidiaten für die Bürgermeisterwahl nominiert. Das Votum war einstimmig. Von Thorsten Wolf

Lange hatte man am Höcherberg darüber spekuliert, wer 2019 für die CDU in den Bexbacher Bürgermeisterwahlkampf geht, seit Mittwoch ist es nun „amtlich“: Der politisch noch recht unbekannte Christian Prech soll für die Christdemokraten ins Rennen um den Posten des Verwaltungschefs gehen. Eine Mitgliederversammlung der Bexbacher CDU votierte am Mittwochabend mit 100 Prozent für Prech, einen Gegenkandidaten gab es nicht. In seiner Rede stellte Prech die Schwerpunkte seiner politischen Agenda vor. Diese seien Wirtschaftsförderung, Stärkung des Ehrenamtes, Bürgernähe und Familienfreunlichkeit. Einigen Bexbachern dürfte Prech aus dem sportlichen und kulturellen Vereinsleben der Stadt bekannt sein, seit einem Jahr ist der frühere aktive Fußballer (Kleinottweiler, Homburg und Hangard) Präsident der Bexbacher Karnevalsgesellschaft „Die Blätsch“. Aktuell ist Prech Chef der Niederlassung eines großen deutschen Paketdienstes in Föhren bei Trier, der 38-jährige Diplom-Betriebswirt ist verheiratet, hat zwei Töchter und wohnt in Oberbexbach. Bevor Prech als Kandidat mit dem eindeutigen Votum der Mitgliederversammlung ausgestattet wurde, war es an Benjamin Schappe, dem Stadtverbandsvorsitzenden der Bexbacher CDU, quasi den Startschuss für den Dreifachwahlkampf am Höcherberg zu geben, eben für die Entscheidung um den Chefsessel im Bexbacher Rathaus, aber auch für die zeitgleich stattfindende Kommunalwahl und die Europawahl. „Ich bin mir sicher, dass wir starke Kandidaten für die Ortsräte und den Stadtrat finden werden.“ Zum Thema „Bürgermeisterkandidat“ stelle man an diesem Tag, so Schappe im Verlauf der Mitgliederversammlung, wichtige Weichen für die CDU, aber auch für die Stadt Bexbach. „Ich habe in der Vergangenheit immer wieder gesagt, welche Voraussetzungen für mich ganz persönlich ein Bürgermeisterkandidat erfüllen muss: Er muss bekannt, in den Vereinen verwurzelt und beliebt sein. Er muss ein sympathischer Teamplayer sein. Er muss die Qualifikation haben, die das Amt des Bürgermeisters tagtäglich erfordert. Er muss die Anliegen der Bürger ernst nehmen. Und: Für ihn müssen die Interessen der Stadt im Vordergrund stehen – und nicht die Interessen einer Partei!“ Nach eingehenden Beratungen in den unterschiedlichen Partei-Gremien habe man sich im Stadtverbandsvorstand einstimmig für Christian Prech ausgesprochen, der, so Schappe, für einen wirklichen Neuanfang und für einen neuen Politikstil in Bexbach stehe.

Alexander Funk, Kreisvorsitzender der CDU im Saarpfalz-Kreis, Landtagsabgeordneter und Fraktionschef der CDU im saarländischen Landtag, spannte als Hauptredner einen weiten Bogen von der Europawahl bis hin zu den beiden kommunalen Entscheidungen. Dass Funk dabei eben den Europwahlkampf an den Beginn seiner Rede stellte, überraschte die Mitgliederversammlung sichtlich – damit habe er aber gerechnet, so Funk, „denn die Europawahl ist derzeit bei uns noch nicht so im Fokus“. Gerade aber in diesen Tagen, in denen es in Europa nicht so gut zu laufen scheine, sei es unheimlich wichtig, dass „wir das Thema Europa noch mal positiv besetzen. Dass wir uns in der Union Gedanken machen, wie wir Europa weiterentwickeln können. Wir müssen doch eine Vision haben, wie Europa in fünf oder zehn Jahren aussehen soll.“ Bei allem Ausblick über die Grenzen Deutschlands hinweg stellte aber auch Alexander Funk den Anlass der Mitgliederversammlung mit der Wahl des Bürgermeisterkandidaten und auch die aktuelle politische Lage am Höcherberg in den Mittelpunkt seines Auftritts.