| 20:20 Uhr

Ein schöner Sommertermin
Einen Blick in andere Gärten wagen

 Ganz unterschiedliche Pflanzen sind in den Gärten, die am Sonntag ihre Tore öffnen, zu sehen, Lavendel gehört beispielsweise dazu.
Ganz unterschiedliche Pflanzen sind in den Gärten, die am Sonntag ihre Tore öffnen, zu sehen, Lavendel gehört beispielsweise dazu. FOTO: dpa / Felix Kästle
Homburg/Bexbach/Kirkel. Am Sonntag ist Tag der offenen Gartentür. Der wird wohl nicht ausreichen, um alle grünen Paradiese, die offenstehen, zu bewundern.

Die Sonne strahlt, viele Blumen stehen in voller Blüte, die Abende sind lang, die Nächte kurz, da es lange hell ist. Besser könnte der Zeitpunkt kaum sein, um in andere Gärten zu schauen und sich vielleicht auch die ein oder andere Anregung für das Grün zu Hause zu holen. Wer mag, der kann dies nun ausgiebig tun. Am Sonntag, 30. Juni, ist „Tag der offenen Gartentür“ im Saarland, in Rheinland-Pfalz und angrenzenden Gebieten. Gartenfans können sich einen richtigen Besichtigungsplan erstellen, wenn sie dies denn möchten. In diesem Jahr beteiligen sich über 200 Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer an der Aktion, teilt der Verband der Gartenbauvereine Saarland/ Rheinland-Pfalz mit.

Die Gärten sind sehr vielfältig, zeigen verschiedene Stilrichtungen und Schwerpunkte. Mit dem „Tag der offenen Gartentür“ möchte der Verband nach eigenen Angaben die Wertschätzung für die Gartenkultur fördern, möchte für die Erhaltung und Schaffung „lebendiger, liebevoll gestalteter Gärten“ werben.

Die Gärten sind übrigens jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Es gibt allerdings Ausnahmen. Auch diese findet man auf der Liste unter www.gartenbauvereine.de. Hier beispielhaft einige Gärten, die im Saarpfalz-Kreis offenstehen.



Mit dabei sind etwa in Oberbexbach, Zum Folloch 36, Marianna und Reiner Deckarm mit ihrem naturnahen Hausgarten mit großen Kiefern, vielen Schattenstauden, Heidelbeeren. Sonnenbeete mit Rosen und Stauden, Obst, eine große Feige, Dachwurz in Torfbetontöpfen, ein Nutzgartenbereich und eine Kunsthandwerkerausstellung kommen hinzu.

In Homburg zeigt Ursula Nuß in der Beethoven-Straße 3, Tel. (0 68 41) 76 32 67, ihren Stadtgarten: Clematis wachsen an natürlichen Rankhilfen, Hortensien und andere Stauden gedeihen hier ebenfalls. Ein Naschgarten gehört noch dazu mit Himbeeren, Johannisbeeren und Erdbeeren im Kübel.

In der Pro-Seniore-Residenz Hohenburg, Gerberstraße 18, gibt es einen schön angelegten Dachgarten mitten in der Stadt zu sehen: Sommerblüher, Lavendel, Stauden, Hortensien, und Rosen, Sitzgelegenheiten kann man hier bewundern. Ein Workshop ist hier zunächst um 10.30 Uhr angesetzt, dann geht es um „Hortensien“, um 16 Uhr sind „Rosen“ an der Reihe. Man sollte sich dafür anmelden: Tel. (0 68 41) 69 20.

Im Universitätsklinikum des Saarlandes, gibt es mit Diplom-Ingenieur Oliver Werner, Telefon (01 76) 16 45 50 17, aktuelle Schätze der UKS-Grünanlagen zu sehen, etwa den Kräuter- und Heilpflanzengarten. Hier wird um 14 Uhr eine Führung angeboten. Treffpunkt ist an Gebäude 37 Orthopädie (rechts neben dem Hörsaal)

In Ingweiler ist Karin Heinzel, Bliesweg 4, Tel. (0 68 48) 66 70, mit dabei. Sie präsentiert einen kleinen Garten um ein denkmalgeschütztes Bauernhaus aus dem Jahr 1715 mit Zehntscheune, Hausbaum, Duftrosen, gegenüber liegt ein Staudengarten mit Sträuchern, Rosen, Azaleen und Sommerblumen und ein naturbelassener Wildrosengarten mit Heilkräutern, Trockenpflanzen und Einjährigen.

In Kirrberg lädt der Obst- und Gartenbauverein auf sein Gelände ein, Untere Patron am Ende der Straße, ein: Infos gibt es beim Vorsitzenden Herbert Schwarz, Tel. (06841) 6 35 53. Hier gibt es einen Kräutergarten mit mediterranen Küchenkräutern, Heilpflanzen, Minze- und Teefeld.

In Kirkel kann man sich bei Elisabeth und Hubert Zimlich, Abstäberhof 7, Tel. (06849) 99 14 76, einen kreativen nostalgischen Garten mit blühenden Sträuchern und Stauden, einem großen Nussbaum, einem Fischteich mit Bachlauf und Wasserspeiern, Gemüsegarten und Hühnerhaltung ansehen.

Auch in Blieskastel kann man sich jede Menge Gärten anschauen, beispielsweise einen naturnahen Garten in Bierbach in der Pfalzstraße 23. In Blieskastel-Mimbach ist die protestantische Kirchengemeinde in der Kirchgasse 1 mit dabei. Zu sehen gibt es einen barocken Bauerngarten im ehemaligen Pfarrgarten. Dazu gehören auch Hochbeete mit Trockenmauern, Obstpflanzen, Kräuter-, Gemüse- und Blumenbeete. Um 14 Uhr ist ein Freiluftgottesdienst mit einer Taufe angesetzt.

www.gartenbauvereine.de

(ust)