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Adventsausstellung
Handgemachtes für die Weihnachtszeit

Brigitte Müller (l.) und Marita Kliebhan (r.) aus Bexbach: die beiden Cousinen verkauften an ihrem Stand viele bunte Keramik- und Holzarbeiten mit weihnachtlichen Motiven.
Brigitte Müller (l.) und Marita Kliebhan (r.) aus Bexbach: die beiden Cousinen verkauften an ihrem Stand viele bunte Keramik- und Holzarbeiten mit weihnachtlichen Motiven. FOTO: Bill Titze
Niederbexbach. In die Bliestalhalle in Niederbexbach hatten die Hobbykünstler um den Höcherberg zur Adventsausstellung geladen. Von Bill Titze

Die Adventszeit naht und wer sich noch nicht mit den dazugehörigen typisch weihnachtlichen Accessoires eingedeckt hat, für den bestand in der Bliestalhalle in Niederbexbach die Möglichkeit dazu. Denn dort gab es bei der Adventsausstellung des Vereins Hobbykünstler um den Höcherberg alles Mögliche zum Thema zu entdecken (wir berichteten).

Seien es Adventskränze, weihnachtlich verzierte Kerzen, Gebäck oder kunstvoll gearbeitete Engel – in der Bliestalhalle wurde man fündig. Dabei boten die meisten Hobbykünstler neben weihnachtlich geprägten Sachen auch andere Dinge an. So zum Beispiel Anne Rose Burgard, die an ihrem Stand mit Schellack-Tusche gearbeitete Bilder verkaufte. Dabei stachen die nostalgischen Weihnachtskarten heraus, die durch romantische Szenerien in dörflicher Atmosphäre geprägt waren. „Die Bilder sind nicht aus der Realität entnommen, sondern sie sind in meinem Kopf entstanden“, erzählt Burgard auch mit Blick auf die zahlreichen Landschaftsbilder, die ihren Stand zierten. „Ganz besonders aufwendig sind Bilder in 3D, die erst nach mehreren Wochen und Monaten ganz fertig sind“, betont die Hobby-Künstlerin aus Hangard mit Blick auf ein Bild, mit dem sie dieses Jahr an der Bundeskunstausstellung in Berlin teilgenommen hat.

Während die Malerin als Einzelkünstlerin tätig ist, kann man einige Meter weiter einen echten „Familienbetrieb“ erleben. Denn mit Brigitte Müller und Marita Kliebhan haben sich zwei Cousinen zusammengeschlossen, um ihren Waren auszustellen. Dazu zählen Keramik- und Holzarbeiten, aber auch Spirituosen, die in Eigenarbeit hergestellt wurden. Während Müller eher für die Detailarbeit zuständig sei, wie zum Beispiel fein gearbeitete Engel aus Holz und Keramik, „bin ich eher diejenige, die klare Linien in den Vordergrund stellt“, benennt Kliebhan die Unterschiede zwischen den Arbeiten der beiden Künstlerinnen. „So ergänzen wir uns ziemlich gut“, findet die Bexbacherin.



Aus Bexbach kommen tatsächlich die meisten der 40 Aussteller, die in der Bliestalhalle ihre Werke präsentieren. „Aber es gibt auch einige, die aus dem restlichen Saarland oder der angrenzen Pfalz stammen“, erklärt die Vorsitzende der Hobbykünstler um den Höcherberg, Sandra Bauer. Vollauf zufrieden ist Bauer mit der Resonanz von Künstlerseite, denn „wir bekommen mehr Anfragen von Künstlern, als wir unterbringen können.“ Und auch die Besucherzahlen seien in den letzten Jahren sehr gut gewesen. Also alles gut also bei der Adventsausstellung? Nicht so ganz. Aufgrund einer Beschwerde habe man die Veranstaltung nicht wie bisher üblich am Volkstrauertag ausrichten können, sondern musste auf den Samstag ausweichen.

„Wir sind der einzige Verein hier, der davon betroffen ist und wollen uns nun an das Innenministerium wenden“, plant Bauer eine Beschwerde gegen die Entscheidung. Zumindest die Gäste schienen sich nicht am ungewohnten Termin zu stören, denn schon zu Beginn waren die Gänge der Halle voll mit Interessenten. Für diese bestand schließlich auch die Möglichkeit an einer Tombola teilzunehmen und dabei etwas Gutes zu tun. „In jedem Jahr spenden wir einer anderen Organisation die Erlöse aus der Tombola. Dabei sind in sieben Jahren schon mehrere tausend Euro zusammengekommen“, berichtet die Vorsitzende. In diesem Jahr geht die Spende aus den Erträgen der Ausstellung an die Palliativstation in Homburg. Und so konnte man neben den zahlreichen Schmuckstücken noch etwas erleben, das den Advent eben auch ausmacht: Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt.