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Hilfe vom Höcherberg
500 Herzkissen für die Frauenklinik in Homburg

 Die Hobbykünstlerinnen vom Höcherberg bei der Übergabe der Herzkissen im Uniklinikum in Homburg. Um die 500 Kissen sind es in diesem Jahr geworden.
Die Hobbykünstlerinnen vom Höcherberg bei der Übergabe der Herzkissen im Uniklinikum in Homburg. Um die 500 Kissen sind es in diesem Jahr geworden. FOTO: Patricia Schwarz/Verein
Höchen. Die Hobbykünstler vom Höcherberg waren wieder für einen guten Zweck im Einsatz und erzielten dabei ein Rekordergebnis. Von red

Bereits zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte haben die Hobbykünstler um den Höcherberg eine Herzkissen-Nähaktion für das Uniklinikum in Homburg durchgeführt mit einem beachtlichen Ergebnis. Innerhalb von zwei Monaten waren 25 Helferinnen und Helfer an sieben Terminen im Einsatz. Bei der letzten Nähaktion 2017 konnten 280 Herzkissen an das Brustkrebszentrum übergeben werden. Dieses Mal wurden sage und schreibe 500 Herzkissen gefertigt, die jetzt im Brustkrebszentrum an Schwester Bettina Knapp übergeben wurden, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins. Diese war überwältigt und sichtlich erfreut von diesem Ergebnis.

Im Laufe der Jahre stellte die leitende Stationsschwester fest, dass sich nicht nur Brustkrebspatientinnen, sondern auch Frauen mit anderen schweren Krankheiten, die in der Frauenklinik behandelt werden, über die kleinen und bunten Helferlein in einer für sie schweren Zeit sehr freuen. „Das Werk der Hobbykünstler kann deshalb nicht hoch genug bewertet werden“, so Bettina Knapp. Auch die positiven Rückmeldungen der Patientinnen zeigten dem Verein, dass dies die richtige Aktion sei. Die Kissen sollen helfen, die Schmerzen der Brustkrebspatientinnen nach einer Brustamputation und Entfernung der Lymphdrüsen zu lindern, aber ihnen auch ein wenig Trost zu spenden. Die Stoffe hierfür wurden teilweise von den Teilnehmern mitgebracht. Die Füllung für die Kissen wurde vom Verein organisiert und hierbei wurden die Hobbykünstler von einigen ortsansässigen Vereinen und Institutionen finanziell unterstützt, so der Förderverein „Unser Höchen“, CDU-Ortsverband, SPD-Ortsverein, Landtagsabgeordneter Alexander Funk und eine Höcher Familie, die nicht genannt werden möchte. Ohne diese Stoff- und Geldspenden wäre eine solche Aktion nicht möglich gewesen, heißt es weiter. Den Transport der Kissen haben die beiden Teilnehmerinnen, Christine Strauss und Sandra Röber, übernommen. Beide arbeiten bei der Deutschen Post in Homburg und konnten ihren Chef überzeugen, den Transport mit zwei Postfahrzeugen zu übernehmen, heißt es weiter.

Aus den Stoffresten und den vielen Kinderstoffen, die gespendet wurden, konnten auch wieder für die Kinderonkologie der Uniklinik kleinere Herzkissen und Knuffeltiere in Form von Walen, Enten und Elefanten genäht werden. Mindestens 200 Stück wurden übergeben. Diese werden nicht nur für die Onkologie verwendet sondern werden auch auf anderen Kinderstationen verteilt. Da man in der Nähgruppe mittlerweile zusammengewachsen ist, war natürlich von vielen Teilnehmern die Frage gekommen, was das nächste Projekt sei. Sobald der Umzug in den neuen Vereinsraum im Schützenhaus in Websweiler erfolgt ist, werden dort regelmäßige Treffen stattfinden mit einer neuen Nähaktion für Nestel/Fühldecken für Demenzkranke, hieß es weiter.



Wer die Aktionen der Hobbykünstler vom Höcherberg unterstützen möchte, kann sich an die beiden Vorsitzenden Gertrud Frühauf und Sandra Bauer wenden. Man kann auch unterstützen, indem man Mitglied in dem Verein wird Der Jahresbeitrag liegt bei 18 Euro. Aufnahmeformulare gibt es bei den beiden Vorsitzenden.