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Mehrfach auf Ex-Freundin eingestochen
Anklage gegen Messerstecher

Saarbrücken. Ein 32-Jähriger hatte im Mai mit einem Messer auf seine Ex-Freundin eingestochen.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Anklage gegen einen 32-jährigen Mann aus Völklingen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erhoben. Dem Deutschen wird vorgeworfen, Anfang Mai in der Wohnung seiner ehemalige Lebensgefährtin in Kleinblittersdorf mit einem Küchenmesser auf sie eingestochen zu haben.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft von einer Beziehungstat aus. Der Angeklagte soll aus Wut über die gescheiterte Beziehung mehrfach auf die Frau eingestochen haben, mit der Absicht, sie zu töten. Die 45-Jährige soll sich von ihm getrennt und ihn aus ihrer Wohnung verwiesen haben. Bei dem darauffolgenden Angriff erlitt sie mehrere Stich- und Schnittverletzungen. Dabei soll sich das Opfer allerdings massiv gewehrt haben. Durch ihre Schreie wurden laut Staatsanwaltschaft weitere Menschen auf ihre Lage aufmerksam, die dann in das Geschehen eingriffen. Ihnen sei es schließlich gelungen, dem Angeklagten das Messer abzunehmen und die Situation zu beruhigen.

Der Angeklagte wurde noch am Tattag festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Den Angriff hat er nach den Angaben der Staatsanwaltschaft gestanden, allerdings bestreite er die Tötungsabsicht. Im Prozess sollen nun die Zeugen, die dem Opfer zu Hilfe kamen, und ein rechtsmedizinisches Gutachten zu der Schwere der Verletzungen der Geschädigten über die tatsächliche Absicht des Angeklagten Aufschluss geben.



Erst vor einem knappen Monat wurde ein 24-Jähriger aus Neunkirchen wegen Mordes an seiner Ex Freundin angeklagt. Er soll im April seine 21-jährige Lebensgefährtin erwürgt haben, nachdem sie ihm schriftlich gestand, sich in einen anderen Mann verliebt zu haben. nach der Tat soll er sich einer Bekannten offenbart und sie gebeten haben, die Polizei zu rufen.