| 21:43 Uhr

Stellenanzeige in Zeitung aufgegeben
Angeblich unterbeschäftigt: Beamter sucht neuen Job

Koblenz. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr prüft den Fall eines Beamten, der in der Stellenanzeige einer Zeitung über Unterbeschäftigung geklagt und einen neuen Job gesucht hat.

Das Bundesamt wies den Vorwurf der Unterbeschäftigung zurück. „Angesichts eines Personalfehls von über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei gleichzeitig vielen neuen Beschaffungsvorhaben ist das Amt derzeit sehr stark ausgelastet“, sagte Sprecher Dominik Wullers gestern.

Der Beamte sagte laut einem Bericht der „Rhein-Zeitung“, er sitze seit einem Jahr jeden Tag ohne Arbeit alleine in einem Zehn-Quadratmeter-Büro in dem Bundesamt. Deshalb sei er in psychiatrischer Behandlung und habe 2017 einen Herzinfarkt erlitten, sagte der 59-Jährige der Zeitung, in der am Samstag seine ungewöhnliche Stellenanzeige erschienen war. Weil er unbequem und penibel sei, fühlten sich wohl einige auf den Schlips getreten. Deshalb sei er vor drei Jahren in den „offenen Vollzug“ im Amt strafversetzt worden. Ein Einzelfall sei er nicht: „Laufend werden Personen verschoben, die nicht so gelitten sind“, betonte der Beamte.