| 23:11 Uhr

Angst vor Abschiebung
Afghane sticht auf sich selbst ein

Kaiserslautern. Vermutlich aus Angst vor einer Abschiebung hat sich ein junger Afghane mit einem Messer in der Ausländerbehörde in Kaiserslautern selbst verletzt. Der 21-Jährige sei am Morgen in den Amtsräumen erschienen und habe verlangt, seine Duldung in eine Aufenthaltserlaubnis umwandeln zu lassen, sagte eine Sprecherin der Stadt gestern.

Nachdem ihm wiederholt erklärt worden sei, dass das rechtlich unmöglich ist, habe sich der Mann vor den Augen der Beschäftigten mit einem mitgebrachten Messer verletzt. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Eine mögliche Abschiebung des Afghanen stehe derzeit nicht an, meinte die Sprecherin. Es gebe eine positive Integrationsprognose. Der Mann habe ein bestehendes Beschäftigungsverhältnis und nach seiner Sprachqualifizierung konkrete Aussichten auf eine Ausbildung.