| 22:44 Uhr

Kloster-Zukunft weiter offen
Abteikirche in Himmerod nach Brand wieder eröffnet

Die Abteikirche Himmerod ist gestern – zehn Monate nach einem Brand –wieder eröffnet worden. Wie es mit dem Kloster nach dem Abzug der Zisterzienser weitergeht, ist derweil nach wie vor offen.
Die Abteikirche Himmerod ist gestern – zehn Monate nach einem Brand –wieder eröffnet worden. Wie es mit dem Kloster nach dem Abzug der Zisterzienser weitergeht, ist derweil nach wie vor offen. FOTO: dpa / Harald Tittel
Großlittgen. Zehn Monate nach einem Brand ist die Abteikirche des Klosters Himmerod gestern wieder eröffnet worden. Rund Tausend Gläubige kamen zu einem Festgottesdienst, in dem der Trierer Bischof Stephan Ackermann für „einen geistlichen Neubeginn in Himmerod“ betete. „Die Kirche war propenvoll“, sagte eine Sprecherin. Das Bistum Trier ist weiterhin auf der Suche nach einer neuen Ordensgemeinschaft für das Kloster in der Südeifel. Die Zisterzienser hatten im vergangenen Oktober ihren Konvent im Kloster wegen der geringen Zahl der Mönche und angespannter Finanzen aufgelöst.

Zehn Monate nach einem Brand ist die Abteikirche des Klosters Himmerod gestern wieder eröffnet worden. Rund Tausend Gläubige kamen zu einem Festgottesdienst, in dem der Trierer Bischof Stephan Ackermann für „einen geistlichen Neubeginn in Himmerod“ betete. „Die Kirche war propenvoll“, sagte eine Sprecherin. Das Bistum Trier ist weiterhin auf der Suche nach einer neuen Ordensgemeinschaft für das Kloster in der Südeifel. Die Zisterzienser hatten im vergangenen Oktober ihren Konvent im Kloster wegen der geringen Zahl der Mönche und angespannter Finanzen aufgelöst.

„Ich habe das Gefühl, dass alle, die Himmerod lieben, diesen Tag herbeigesehnt haben“, sagte der Rektor der Abteikirche, Reinhold Bohlen. Seit einem Feuer im vergangenen Sommer war die Kirche wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Die Gottesdienste fanden in jener Zeit im Oratorium und Refektorium statt – jetzt werden sie wieder in der barocken Abteikirche gefeiert. Nach dem Gottesdienst gab es im Klosterpark ein „Fest der Begegnung“.

Bisher gebe es noch keine konkreten Angebote von Interessenten für das Kloster, sagte Bohlen. „Es gibt keine Ordensgemeinschaften in Deutschland, die Schlange stehen.“ Man müsse bei der Suche zudem „sorgfältig abwägen, was man hier will und was hier auch passt“.



Das Feuer hatte Ende Juli vergangenen Jahres einen Versicherungsschaden von rund zwei Millionen Euro angerichtet. Vor allem durch Ruß: Das komplette Kircheninnere und die berühmte Klais-Orgel mussten mitsamt ihrer 4000 Pfeifen gereinigt werden. Im Kloster Himmerod wird seit rund 900 Jahren gebetet. Die Abtei ist 1134 gegründet worden.