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Streit um beschädigtes Auto eskaliert
16 Polizeibeamte in Völklingen stoppen Massenschlägerei

 Viel zu tun hatte die Polizei bei einer Auseinandersetzung in Völklingen, an der bis zu zwölf Personen beteiligt waren.
Viel zu tun hatte die Polizei bei einer Auseinandersetzung in Völklingen, an der bis zu zwölf Personen beteiligt waren. FOTO: dpa / Friso Gentsch
Völklingen. Waffen, 12 Schläger, 16 Polizisten, 8 Streifenwagen: Das alles war im Spiel, nachdem Kinder in Völklingen ein Auto beschädigt hatten. Von Marcus Kalmes

Eine Waffe, ein Messer und ein Schüreisen – das alles war bei einer Massenschlägerei zwischen Türken und Syrern in der Völklinger Bergstraße im Einsatz. Als die ersten beiden Streifenwagen am Sonntag gegen 18 Uhr am Ort der Auseinandersetzung eintrafen, kam den Polizisten eine Gruppe von sechs Personen aus einem Vorgarten entgegen – eine davon mit einem Schüreisen in der Hand. Nach mehrmaliger Aufforderung legte der Mann das Objekt nieder.

Da mehrere Personen vor dem Anwesen aufeinander losgingen, rückte die Polizei mit ganzen acht Streifenwagen an. Mindestens 16 Beamte von verschiedenen Dienststellen waren im Einsatz. Schließlich beruhigte sich die Situation. Der Polizei gelang es, die Kontrahenten voneinander zu trennen.

Im Rahmen der Streitigkeiten zwischen den beiden Gruppen waren Waffen im Einsatz. Ein 19-Jähriger schoss mit einer Schreckschusswaffe mehrmals in die Luft. Verletzt wurde bei dem Vorfall offenbar niemand.



Die Ursache für die Massenschlägerei war laut Polizei, dass zwei Kinder ein vor dem Anwesen geparktes Auto beschädigt hatten. Der Schaden entstand, als die Neun- und Elfjährigen Sperrmüll aus dem Haus trugen. Als ein Mann bei der Polizei anrief, um den Schaden zu melden, eskalierte die Situation.

Die Polizei leitete zahlreiche Verfahren ein – unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Verstoß gegen das Waffengesetz, Hausfriedensbruch, Landfriedensbruch und Sachbeschädigung.