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Patientenversorgung
155 Rodalber Klinikbetten werden in der Region gebraucht

Pirmasens. Die Kooperationsgespräche mit dem Pirmasenser Krankenhaus kommen voran. In Standort Rodalben muss investiert werden. Von Guido Glöckner

„Die 155 Krankenhausbetten aus Rodalben sind unverzichtbar“: Mit diesen Worten hat der Pirmasenser Oberbürgermeister Markus Zwick deutlich gemacht, dass es bei einer Kooperation der Krankenhäuser in beiden Städten nicht um Schließung und Kapazitätsbau geht, sondern darum „die Patientenversorgung in der Südwestpfalz zu sichern“.

Vor dem Hintergrund der immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen, die kleine Kliniken wirtschaftlich in Existenznöte bringe, sei es der richtige Schritt gewesen, dass das katholische St.-Elisabeth-Krankenhaus in Rodalben schon frühzeitig das Gespräch suche, um die Krankenhausbetten in der Region Pirmasens gemeinsam zu sichern. Es wäre katastrophal, wenn die 155 Betten aus Rodalben verloren gingen, ergänzte Martin Forster, Geschäftsführer des Pirmasenser Krankenhauses, denn seine Klinik habe überhaupt keine Kapazitäten, um weitere Patienten in dieser Größenordnung aufzunehmen.

Eine von beiden Seiten beauftragte Unternehmensberatung wird schon in den ersten Monaten des kommenden Jahres Vorschläge unterbreiten, wie eine Zusammenarbeit oder ein Zusammenschluss aussehen könnte – und auch wirtschaftlich Sinn macht. Denn das ist für Zwick und Forster die entscheidende Bedingung: Die Kooperation darf nicht zu einer wirtschaftlichen Schieflage des Pirmasenser Krankenhauses führen.



Auch bestehe kein Zweifel, dass investiert werden müsse bei einem Zusammengehen, egal ob am Standort Rodalben oder anderswo. Denn das Rodalber Krankenhaus brauche eine Sanierung oder einen Neubau. Das Land habe schon signalisiert, dass es die Investitionen finanziell unterstützen werde.