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Metro einigt sich mit Käufern
Verkauf der Supermarktkette Real rückt näher

Düsseldorf. Der Real-Mutterkonzern Metro hat sich nach eigenen Angaben mit einem Konsortium um den Finanzinvestor SCP und den Immobilieninvestor X-Bricks grundsätzlich über den Verkauf seiner angeschlagenen Supermarkttochter geeinigt. Die Vereinbarung sieht nach Angaben des Handelsriesen eine Veräußerung von Real als Ganzes zu einem Unternehmenswert von etwa einer Milliarde Euro vor. Von dpa

Nach dem Verkauf soll die Supermarktkette mit 277 Märkten und rund 34 000 Beschäftigen zerschlagen werden. Zwar wollen die Käufer einen „Kern von mindestens 50 Real-Märkten“ für mindestens 24 Monate weiter betreiben, schreibt Metro-Chef Olaf Koch an die Real-Mitarbeiter. Der größte Teil der Filialen soll jedoch an andere Händler wie Edeka oder Kaufland verkauft werden. „Die neuen Betreiber werden verpflichtet, die Real-Mitarbeiter auf der jeweiligen Fläche zu übernehmen“, versprach Koch. Einer Reihe von Standorten ohne überzeugende wirtschaftliche Perspektive droht allerdings die Schließung. Die Käufer gingen aber davon aus, „dass die Zahl der zu schließenden Standorte unter 30 liegen wird“, schrieb Koch.

Real hatte im Geschäftsjahr 2018/19 für tiefrote Zahlen bei der Metro gesorgt. Die Metro hatte bereits 2018 angekündigt, die Supermarktkette abgeben zu wollen. Doch der Verkaufsprozess erwies sich als deutlich schwieriger als erwartet. Verhandlungen mit dem Immobilieninvestor Redos scheiterten.