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Tipps für den Weihnachstbaum
Früher war mehr Lametta

Pro Viertel Meter Höhe bieten sich je nach Durchmesser zehn bis 20 Dekorationselemente für den Weihnachtsbaum an.
Pro Viertel Meter Höhe bieten sich je nach Durchmesser zehn bis 20 Dekorationselemente für den Weihnachtsbaum an. FOTO: dpa-tmn / Tobias Hase
Landsberg. Strahlen die Lichter am Weihnachtsbaum, erhellen sie die Kugeln und den Schmuck. Kaum jemand kann sich diesem festlichen Glanz entziehen. Fünf Tipps, wie man aus seinem Baum das Beste herausholt. Von Simone Andrea Mayer (dpa)

() Manche haben ein Händchen fürs Dekorieren, andere nicht. Das gilt auch für den Weihnachtsbaum. Es gibt Menschen, die können aus der krummsten Tanne eine prächtige, perfekt abstimmte Dekoration machen. Andere können das nicht. Für sie gibt es aber ein paar Ratschläge, an denen sie sich orientieren können.

Tipp 1: Ein Fünftel Akzentfarbe nutzen Wer mehrfarbigen Schmuck des Weihnachtsbaumes möchte, sollte auf ein ausgewogenes Verhältnis und eine gleichmäßige Verteilung der Farben am Baum achten. „Ich persönlich finde es schön, wenn man dann noch eine Akzentfarbe hat“, sagt Einrichtungsexpertin Gabriela Kaiser aus Landsberg am Lech in Bayern. „Also zum Beispiel bei Schwarz und Weiß wird noch etwas Rot dazu geschmückt – und zwar zu einem Anteil, der nicht ganz untergeht.“



Sie rät zu einem Fünftel Kugeln in dieser Akzentfarbe. „Ich finde das schön, weil es nicht so laut ist.“ Geschmückt wird im Hause Kaiser in einer bestimmten Reihenfolge: „Ich ziehe erst mal die etwas ruhigeren Farben über den Baum.“, erklärt die Wohnexpertin. Wenn man einzelne ausgefallenere Kugeln hat, kann man genauso vorgehen, um ihnen einen besonderen Platz zu geben. „Ich setze erst die Basis und dann akzentuierend diese dazwischen.“

Tipp 2: Innenliegende Kugeln für mehr Tiefe Die grobe Anordnung der Kugeln ergibt sich aus ihrem Gewicht: Große und schwere Elemente kommen an die stärkeren und tiefer sitzenden Äste, filigrane und leichte Kugeln kommen nach oben, erläutern die Einrichtungsexperten der Zeitschrift „Living at home“. Diese Anordnung unterstreiche auch die natürliche Form des Baums – oben filigraner, unten breiter.

Zusätzlich lassen sich aber auch in den inneren Ästen Kugeln positionieren, was dem Baum noch mehr Tiefe verleihe.

Tipp 3: Mindestens zehn Elemente pro 25 Zentimeter Baumhöhe Wie viele Kugeln und sonstige Dekorationselemente an den Baum kommen, ist abhängig von dessen Dichte und Volumen. Eine grobe Faustformel aber können die Stylingexperten der „Living at home“ geben. Sie empfehlen pro 25 Zentimeter Baumhöhe je nach Durchmesser zehn bis 20 Elemente.
Tipp 4: Den Baum einen Tag früher aufstellen
Je später der Baum in das warme Zimmer kommt, desto eher bleibt er über die Feiertage frisch. Der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland rät, ihn einen Tag vor dem Schmücken in den Ständer zu geben und aufzustellen. Das Netz wird erst nach dem Befestigen im Ständer entfernt .

Der Grund: Der Baum braucht etwas Zeit, um seine Äste wieder in die Ausgangsposition zurückzubringen, nachdem er aus dem Netz geschnitten wurde. Erst wenn das der Fall ist, sollte man die Kugeln aufhängen.

Tipp 5: Natur statt Plastik Früher war mehr Lametta, denn in der Tat spielt der Umweltschutz auch beim Baumschmuck eine Rolle. Auf Glitzer- und Schneesprays sollte man besser verzichten, rät Verena Bax vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Denn in vielen dieser Produkte steckt Mikroplastik, das sich in der Umwelt nur sehr langsam abbaut.

Bäume mit Glitzerspray könnten nicht kompostiert werden. Zum umweltverträglichen Schmuck zählen zum Beispiel Nüsse, Holzstücke, Stoffbänder sowie Figuren aus Papier, Holz, Stroh oder Bienenwachs. Auch ein paar Plätzchen und Obst lassen sich zur Baumdekoration zweckentfremden. Letzteres ist sogar der Klassiker am Baum: Hier hingen anfangs Äpfel und Nüsse.