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Kräutergarten selbst anlegen
Küchenkräuter aus eigenem Anbau

Objektbeschreibung: Zum Themendienst-Bericht "Von Apfelminze bis Zitronenmelisse: Ideen für einen Kräutergarten" von Christina Bachmann vom 31. Mai 2018: Die Pflanzen werden entsprechend ihren Bedürfnissen in die Kräuterspirale gesetzt: Oben mediterrane Kräuter in den eher trockenen Boden mit hohem Sandanteil. Absteigend folgen Kräuter mit höherem Wasserbedürfnis, der Oberboden wird immer mehr humose Erde und Kompost zugesetzt.
(Die Veröffentlichung ist für dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.)
Objektbeschreibung: Zum Themendienst-Bericht "Von Apfelminze bis Zitronenmelisse: Ideen für einen Kräutergarten" von Christina Bachmann vom 31. Mai 2018: Die Pflanzen werden entsprechend ihren Bedürfnissen in die Kräuterspirale gesetzt: Oben mediterrane Kräuter in den eher trockenen Boden mit hohem Sandanteil. Absteigend folgen Kräuter mit höherem Wasserbedürfnis, der Oberboden wird immer mehr humose Erde und Kompost zugesetzt. (Die Veröffentlichung ist für dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.) FOTO: dpa-tmn / dpa-infografik GmbH
Bad Zwischenahn/Bonn. Basilikum, Thymian und Co. können auch auf kleinstem Raum angepflanzt werden, etwa in einem Hochbeet oder auf dem Balkon.

() Kräuter müssen nicht immer im Supermarkt gekauft werden. Sie können im Garten auf kleinstem Raum angepflanzt werden. Sogar auf dem Balkon lässt sich eine große Auswahl für die Zubereitung von Speisen ziehen.

Ein Kräuterbeet hat auch in kleinen Gärten Platz. Schon ein sonnig oder halbschattig gelegener freier Quadratmeter reicht für die Aufzucht einiger Kräuter. Wer eine Fläche von etwa drei mal vier Metern übrig hat, kann Kräuter für eine vierköpfige Familie anbauen, erklärt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Bonn.

„Bei der Aufteilung sollte man darauf achten, wie hoch welche Kräuter werden und welche mehrjährig sind“, rät Anne Staeves vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft. Optisch und auch zur Ernte mache es Sinn, kleinere Pflanzen vor höhere zu setzen. Gerade an einer Mauer oder vor einem Zaun sei das wichtig, damit alle Kräuter ausreichend Sonne abbekommen.



Eine Beetvariante ist die Kräuterschnecke oder -spirale. Neben dem optischen Aspekt hat das sich spiralförmig nach oben windende Beet den Vorteil, dass sie auf kleinstem Raum viel Platz bietet und die verschiedenen Ansprüche von Minze, Salbei und Co. abdeckt, denn die Böden können hier gut in Zonen eingeteilt und unterschiedlich aufbereitet werden. Für Kräuter, die es trockener mögen, sollte der Boden nach oben mit Sand aufgelockert werden, für Pflanzen, die einen feuchteren Standort bevorzugen, kann er nach unten mit Humus angereichert werden.

Und so geht‘s: Grube ausheben und eine Drainage aus Schotter einfüllen. Das Beet besteht aus aufsteigenden Windungen, die innerste ist die höchste. Dafür mit Pflöcken und einer gespannten Schnur den Grundriss abstecken und den Oberboden der zukünftigen Beetrinne spatentief abtragen, erklärt der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Mit Natursteinen oder Ziegeln werden die Ränder der Spirale hochgezogen, sinnvoll sind Trockenmauern.

„Im oberen Teil und auf der Südseite der Kräuterspirale fühlen sich die mediterranen Kräuter wohl, zum Beispiel Rosmarin, Salbei, Thymian und Bohnenkraut“, erklärt Staeves. Hierfür wird Erde mit Sand gemischt, damit Wasser besser abfließen kann und die Pflanzen dort keine „nassen Füße“ bekommen. Absteigend wird weniger Sand untergemischt. Ganz unten lässt sich etwas Kompost einarbeiten, rät Staeves. „Man kann unten sogar einen kleinen Teich einbauen, wo zum Beispiel Brunnenkresse gut wachsen kann.“ Bei der Planung sollte auch der Verlauf der Sonne bedacht werden: Sauerampfer oder Minzen zum Beispiel mögen es schattiger und kommen in der Kräuterspirale an die sonnenabgewandten Stellen.

Auch Besitzer sonniger Balkone können Pflanzen züchten, etwa im Kräutertopf. Sie sollten sich am besten an Mediterranes wie Thymian, Salbei und Rosmarin halten. Auf schattigeren Balkonen gedeihen Kräuter wie Sauerampfer, Kresse, Rauke und Minze-Arten. Kräuter mit ähnlichen Ansprüchen kommen in einen Kasten. Wie bei Kübelpflanzen üblich, sollte es unter der Erde eine Drainageschicht, etwa aus Blähton, geben.

Auf keinen Fall sollte eine Pflanze im gekauften Topf einfach auf den Balkon gestellt werden. Sie haben oftmals zu wenig Erde, und gerade in Tontöpfen trocknen sie schnell aus, erklärt Erika Brunken, Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie. Entsprechend häufig müsse man wässern.

Je größer das Erdvolumen, desto leichter stelle sich der Erfolg ein. „Petersilie und Schnittlauch, Thymian und Basilikum eignen sich sehr gut für Balkonkästen“, sagt Ute Franke vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner. Liebstöckel sei dort hingegen weniger gut aufgehoben, da diese Pflanzenart relativ hoch wachse.

Hochbeet schont den Rücken und erleichtert die Arbeit.
Hochbeet schont den Rücken und erleichtert die Arbeit. FOTO: dpa-tmn / Nestor Bachmann
(dpa)