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Schützen Türschlösser vor Einbruchsversuchen?
Die wichtigsten Türschlossarten und ihre Vor- und Nachteile

FOTO: unsplash.com @bogdan dada
Zweibrücken. Um die Wohnung oder das Eigenheim vor Einbrechern zu schützen, müssen Haustüren mit speziellen Sicherheitsschlössern ausgerüstet werden, behaupten Fachleute. Welches Schloss bietet ausreichend Schutz vor unbefugtem Zutritt und worauf sollte bei der Auswahl des passenden Türschlosses geachtet werden?

Profildoppelzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion

Türschlösser werden in unzähligen Varianten angeboten. Zu den gebräuchlichsten Schlossarten zählen die Einsteckschlösser. Hohe Sicherheit bieten die sogenannten Profildoppelzylinder, die ein Öffnen der Tür unmöglich machen, wenn ein Schlüssel auf der Innenseite der Tür steckt. Profildoppelzylinder sollten mit einer Not- und Gefahrenfunktion ausgerüstet sein, damit der Zylinder beim Stecken eines Schlüssels an der Innenseite der Tür von beiden Seiten entsperrt werden kann. Wenn die Haustür aufgrund eines Notfalls schnell geöffnet werden muss, wird das Türöffnen dadurch sehr erleichtert. Um Einbrechern den Zugang zu erschweren, ist der Aufbohrschutz des Schlosses von hoher Bedeutung. Ein sicheres Schloss lässt sich nicht so einfach mit Schlüsselkopien öffnen. Kompetente Ansprechpartner rund um das Thema Türschlösser sind die örtlichen Schlüsseldienste. Ein Fachbetrieb in der näheren Umgebung mit 24-Stunden-Service lässt sich auf diesem Portal schnell finden. Hohe Sicherheit beim Einbruchschutz bieten Schließsysteme, die ausschließlich vom Hersteller angefertigt werden.

Montage vom Fachbetrieb durchführen lassen



Einsteckschlösser werden in die Schlosstasche des Türblattes integriert, wobei Schlossfalle und Riegelblock sichtbar bleiben. Die Schlösser können durch eine senkrechte Metallleiste an der Eingangstür verschraubt werden. Geeignet sind Einsteckschlösser für Falztüren und Rohrrahmentüren. Während Rohrrahmentüren meist als Haustüren dienen, werden Falztüren vorwiegend als Wohnungstüren eingesetzt. Einsteckschlösser bieten bei allen Türarten einen guten Einbruchschutz, da diese Schlösser bei geschlossener Tür von Einbrechern nicht so leicht ausgebaut werden können. Eine ähnlich hohe Sicherheit weist auch das Rohrrahmenschloss auf. Aufgrund ihrer geringen Bautiefe können Rahmenrohrschlösser platzsparend eingesetzt werden und finden auch in einem engen Rohrrahmen Platz. Aufbauschlösser werden an der Rückseite einer Tür montiert. Allerdings besitzen diese Schlösser lediglich eine geringe Einbruchsicherheit, weshalb sie für Haus- und Wohnungstüren nicht geeignet sind. Meist wird diese Schlossart zur Sicherung der Türen von Geräteschuppen oder Abstellkammern genutzt. Da Aufbauschlösser auf das Türblatt aufgeschraubt werden, ist weder eine Aussparung im Türrahmen oder eine Schlosstasche notwendig. Diese Türschlösser können auch von Laien montiert werden, während die Montage komplizierter Schlösser von Fachbetrieben durchgeführt wird. Die Montage von Sicherheitsschlössern setzt ein stabiles Schließblech zum sicheren Verschließen der Haustür voraus. In vielen Fällen können Hausbesitzer sogar staatliche Unterstützung beim Einbruchschutz in Anspruch nehmen.