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Fußball
Bundesliga Prognose: So endet die Saison

In diesem Jahr können die Münchner zum sechsten Mal in Folge ihren Meistertitel auf dem Marienplatz feiern.
In diesem Jahr können die Münchner zum sechsten Mal in Folge ihren Meistertitel auf dem Marienplatz feiern. FOTO: Dominic Labbe – 424381741 / Shutterstock.com
Zweibrücken. Zwar ist es rein rechnerisch noch nicht vollbracht, aber dass der FC Bayern München zum sechsten Mal in Folge Deutscher Meister in der Fußball Bundesliga wird, daran zweifelt angesichts von 17 Punkten Vorsprung niemand mehr. Spannend ist es hingegen im Kampf um die internationalen Plätze sowie im Abstiegskampf. Sieben Spieltage vor Saisonende lässt sich dennoch eine Prognose zur Abschlusstabelle erstellen.

Unglaubliche Dominanz

Zwar sind noch sieben Spieltage zu absolvieren, aber dennoch steht der sechsten Meisterschaft des FC Bayern München in Folge angesichts von 17 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten FC Schalke 04 nichts mehr im Wege. Ein bereits altbekanntes Phänomen für die Münchner, die erneut Schwierigkeiten mit der Erhaltung der vollen Konzentration und Spannung in den verbleibenden Bundesligaspielen haben dürften. Der Vorsprung der Bayern auf die nationale Konkurrenz war in den letzten Jahren bemerkenswert groß:

  • Ende Saison 2012/13: 27 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Borussia Dortmund


  • Ende Saison 2013/14: 19 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Borussia Dortmund
  • Ende Saison 2014/15: 10 Punkte Vorsprung auf den Zweiten VfL Wolfsburg
  • Ende Saison 2015/16: 10 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Borussia Dortmund
  • Ende Saison 2016/17: 15 Punkte Vorsprung auf den Zweiten RB Leipzig

Auch in dieser Saison sind die Münchner der Konkurrenz mal wieder vorzeitig enteilt. Die Spannung bei den Sportwetten leidet allerdings nicht darunter. Dafür sind die Ergebnisse der Spiele zu wenig voraussagbar. Mit einigen Bundesliga Tipps kann sich ein jeder allerdings entsprechend über die aktuelle Form der Teams informieren. Selbst die Münchner haben am Wochenende seit langer Zeit mal wieder ein Spiel verloren, 1:2 gegen RB Leipzig. Spannung herrscht vor allem im Kampf um die internationalen Plätze.

Fünfkampf um die internationalen Plätze

Der Meister steht fest, aber der Kampf um die internationalen Plätze respektive der Champions-League-Plätze befindet sich in seiner heißen Phase. Fünf Teams wollen einen der drei verblieben Startplätze für die Champions League sichern. Der Tabellenzweite FC Schalke 04 (49 Punkte) und der Tabellendritte Borussia Dortmund (48 Punkte) haben sicherlich die besten Aussichten auf einen der begehrten Plätze und dürften auch am Ende der Saison einen belegen.

Den letzten Startplatz für die Königsklasse machen Eintracht Frankfurt (45 Punkte), Bayer 04 Leverkusen (44 Punkte) und RB Leipzig (43 Punkte) unter sich aus. Der Tabellensiebte Hoffenheim (39 Punkte) besitzt sicherlich nur noch Außenseiterchancen und wird die internationalen Plätze nicht mehr erobern können.

Prognose: Borussia Dortmund wird zweiter, der FC Schalke 04 wird dritter. Auf dem vierten Tabellenplatz und damit dem letzten Startplatz für die Champions League wird sich Bayer 04 Leverkusen einfinden. Für RB Leipzig auf Platz fünf sowie Eintracht Frankfurt auf Platz sechs geht es in die Europa League.

Existenzängste im Abstiegskampf

Während der SV Werder Bremen und der VfB Stuttgart mit einem Trainerwechsel eine neue erfolgreiche Episode in der langen Bundesligasaison einlegen konnten und sich aus dem Abstiegskampf verabschiedeten, wirkten die Trainerwechsel bei den vier verbliebenden Abstiegskandidaten bisher recht wenig:

  • Platz 15: VfL Wolfsburg (25 Punkte, neuer Trainer Bruno Labbadia)
  • Platz 16: FSV Mainz (25 Punkte, neuer Trainer Sandro Schwarz)
  • Platz 17: 1. FC Köln (20 Punkte, neuer Trainer Stefan Ruthenbeck)
  • Platz 18: Hamburger SV (18 Punkte, neuer Trainer erst Bernd Hollerbach, dann Christian Titz)

Der Abstiegskampf beansprucht nicht nur massiv die Nerven der Fans, der zu manchen unschönen Aktionen führte, sondern auch die der Mitarbeiter des Vereins, deren Arbeitsplätze, egal ob Spieler oder in der Verwaltung, durch den drohenden Abstieg zumindest gefährdet sind. Am brutalsten trifft es dabei aktuell den letzten verbliebenden Bundesliga-Dinosaurier, den HSV, der einzige Verein, der noch nie aus der Bundesliga abgestiegen ist.

Prognose: Das Glück wurde in den letzten Jahren vom HSV überstrapaziert. Hinzu kommt der Selbstzerfleischungsprozess im Verein. Die Uhr im Volksparkstadion ist abgelaufen. Der HSV steigt als Tabellenletzter sang- und klanglos ab. Ebenfalls in die zweite Liga muss der 1. FC Köln. Trotz einer ansprechenden Aufholjagd reicht es am Ende nicht. Der VfL Wolfsburg rettet sich zum zweiten Mal in Folge in die Relegation.